Fair play
Im Nachklang zu WM-Zeit ein paar Anregungen für die Ferien und hoffentlich auch für den neuen Start ins Alltagleben. Sie wurden im Gottesdienst zum Gemeindefest zwischen den Liedversen vorgetragen:
1. Ein Team, das sich Gemeinde nennt, spielt auf dem Feld der Zeit. Es kickt den Ball des Glaubens an, bringt ihn den Menschen heut. Die lassen ihn gern aus dem Spiel oft abseits ins Eck roll’n. Doch das Team vergisst nie sein Ziel, fair play spielen zu woll’n. Und immer wieder fragt man sich, wer denn das Spiel gewinnt? Erreicht das Team das große Ziel, dass Leben uns gelingt?
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist, denn sonst wir allein auf dem Spielfeld der Zeit. O, sende deinen Geist!
Aus dem Kindergottesdienst/der Kinderkirche kamen die Antworten.
Fair ist,
- wenn Schiedsrichter unparteiisch sind
- wenn meine Freundin da ist
- Wenn man beim richtigen Namen genannt wird
- Wenn Kinder nicht geschlagen werden
- Keines gehänselt wird, weil es anders ist
- Wenn man fernsehen darf
- Wenn man die Sachen von anderen nicht kaputt macht
- Wenn jedes Kind mitspielen darf
- Wenn einzelne nicht von Cliquen angegriffen werden
- Wenn Politiker halten, was sie versprechen
- Wenn Chefs von großen Firmen die Arbeiter nicht abzocken
- Wenn man sich streitet und am Schluss versucht, sich zu versöhnen
- Wenn man eine Fußballmannschaft, wenn sie schlecht spielt, nicht ausbuht.
2. Das Team, das sich Gemeinde nennt, trainiert nicht allzu viel, weil’s scheinbar Intressantres gibt, als Fairness für das Spiel. Man krätscht, man stößt, man harkt gern nach und klammert auch mal fest, dann zeigt gelb oder rot ihm an, dass Gott es spüren lässt. Da liegt die Hoffnung bald im Dreck, die Liebe unterliegt. Nur wer nach Gottes Regeln spielt, sich überwindet, siegt.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...
Die Konfis meinten:
Fair ist,
- wenn alle Schüler/innen von einem Lehrer gleich behandelt werden
- Wenn ich mit 13 Jahren bis 20 Uhr draußen bleiben darf und meine Schwester auch, wenn sie 13 ist.
- Wenn ich Respekt vor meinen Eltern habe
- Wenn ich meine Meinung frei sagen und ausreden kann, ohne direkt angemotzt zu werden
- Wenn ich etwas fasch gemacht habe, und ich darauf angesprochen werde, dass ich mir die andere Meinung anhöre
3. Das Team, das sich Gemeinde nennt, soll eine Mannschaft sein, sonst ist es bei dem Glaubensspiel verloren und allein: Wer die fünf Sinne eingesetzt für Gottes gutes Wort, der bleibt so Mensch und Erde treu, fair play an jedem Ort. Und was das Team bei diesem Spiel ganz fest zusammenschweißt in Glaube, Hoffnung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...
Der Posaunenchor erinnerte daran.
Fair ist,
- wer wahrhaftig ist im Reden und Tun
- Wenn im Posaunenchor die Register bei der Probe aufeinander Rücksicht nehmen
- Fair ist, wer zuhört
- Wer die Leistung anderer anerkennt
- Wer nicht mehr von seinem Gegenüber erwartet als er selbst bereit ist zu geben
- Wer das unterschiedliche Können in einer Gruppe z.B. Posaunenchor anerkennt
- Gerechter Lohn für Arbeit
- Das wir dem neuen Weltmeister, egal woher er ist, herzlich gratulieren
4. Im Team, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich lang und breit: Wie finden wir den rechten Kick im Glaubensspiel der Zeit? Der rät wohl dies, der andre das, man redet Tag und Nacht und hat - kurzsichtig, wie man ist sich selbst ums Spiel gebracht. Wenn man auf Gottes Wort nur hört, sein Geist das Spiel bestimmt, gewinnt das Spiel an neuer Kraft, auch wenn der Gegner stürmt.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...
Frauenchor/ Frauenhilfe trugen vor:
Fair ist,
- wenn andere meine Meinung akzeptieren und mir nicht ins Wort fallen
- wenn die Kinder mir etwas sagen, dass ich das akzeptiere
- wenn die Arbeit, die ich tue, anerkannt wird
- wenn einer für den anderen einsteht
- wenn ich den alten Menschen in seiner Krankheit akzeptiere
- Fair ist, wenn ich den anderen leben lasse und nicht ausbeute
- Wenn ich mit jedermann in Frieden lebe
- Wenn man in Not geratenen Menschen hilft
- Wer zuhören kann, ohne dem anderen das Wort abzuschneiden
- Wenn man bereit ist für Güter aus der dritten Welt etwas mehr zu bezahlen, vorausgesetzt, die Erzeuger in der dritten Welt können davon profitieren.
5. Das Team, das sich Gemeinde nennt, spielt auf dem Feld der Zeit. Das Ziel: Fairplay für jeden Mensch meint ja Gerechtigkeit. Auch wenn von vielen ausgelacht. wenn Spott und Hohn befällt, das Team ist sich des Worts gewiss: Gott erhält seine Welt. Das gibt dem Team dann neuen Mut, wir sind nicht mehr allein. Fairplayer spielen überall. Wir werden Sieger sein.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...
Der ökumenische Seniorenkreis verwies darauf:
Fair ist,
- wer Verständnis zeigt für meinen stolpernden Fuß und meine lahme Hand
- Fair ist, wer mit einem freundlichen Lächeln verweilt, um mit mir ein wenig zu plaudern
- Fair ist, wer niemals sagt: „Diese Geschichte haben Sie mir heute schon zweimal erzählt.“
- Fair ist, wer es versteht, Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen
- Fair ist, wer mit Güte und Nachsicht die Tage, die mir noch auf dem Weg in die ewige Heimat bleiben, erleichtert.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gesegnete Urlaubszeit, in der die Seele durchatmen und der Körper sich stärken kann.