Fürbitten – "Karfreitag" (2008)
Gott, du bist den Leidenden nahe
du bist den Weg des Leidens zu Ende gegangen,
durch den Tod hindurch zum Leben.
Wir fürchten um unser Leben,
wenn wir hören und sehen, was Menschen aushalten müssen,
was ihnen zugemutet wird.
Wir erschrecken und hoffen, dass es uns nicht trifft.
Wir möchten glauben, dass du auch dann bei uns bist,
wenn wir Angst haben, wenn wir Schmerzen haben,
wenn wir mit uns nicht zu Recht kommen.
Wir bitten dich für die Menschen,
die den Tod auf sich zukommen sehen:
Lass ihre Hoffnung wachsen und die Angst kleiner werden.
Wir beten für die Menschen, die in Ungewissheit leben,
die sich von der Spannung wie zerrissen fühlen:
Gib ihnen deinen Frieden, der alle Vernunft übersteigt.
Wir rufen dich an für die Verbitterten,
denen über ihrem Schicksal der Glaube zerbrochen ist:
Gib ihnen Menschen, durch die sie deine werbende Liebe erfahren wie ein Licht in ihrer Finsternis.
Wir bitten dich für die, denen ihr Leben sinnlos erscheint,
die es wegwerfen möchten:
Tritt ihnen in den Weg, lass sie begreifen, dass sie für andere eine Hilfe sein können.
Gott, wir bitten dich für uns alle:
Wenn wir nicht wissen, warum dieses Unglück,
warum diese Krankheit, warum dieser Tod,
dann lass diese Fragen uns nicht von dir trennen.
Hilf uns glauben:
Deine Liebe führt uns auch Wege, die wir nicht verstehen,
durch den Tod hindurch zum Leben.
Segen
Gottes Segen will Leid verwandeln in Frieden, in Zukunft und Hoffnung. Darin dürfen wir uns bergen, wenn wir nun in unseren Alltag zurückkehren:
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
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