Möge das Glück dich begleiten

Liebe Gemeinde

Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Möge das Glück dich begleiten - unter diesem Thema stand der Entlassgottesdienst der Grundschule vor den Ferien.

Wer oder was ist denn das Glück, das uns begleiten soll? Was verstehen wir darunter? Schon die Schulkinder der 4. Klasse gaben ganz unterschiedliche Antworten:

Ich wünsche mir, dass das Glück mich begleitet, wenn ich mit meinen Eltern und Geschwistern in die Ferien fahre.

Das Glück ist bei uns, wenn wir uns über Kleinigkeiten freuen, über den bunten Schmetterling oder über das Summen der Bienen.

Das Glück ist ganz nah, wenn wir in unserer Familie Halt und Wärme finden und wissen, da sind Menschen, in uns in unserem Leben das Wichtigste geben.

Möge das Glück dich begleiten - dieser Wunsch findet sich auch in der Bibel. Sie zeigt auf Schritt und Tritt: der ist glücklich dran, der sein Vertrauen auf Gott setzt. Er kann es schwer haben und trotzdem ist er tief drinnen ruhig und gelassen: Und ob ich schon wandere, fürcht ich kein Unglück; denn du bist bei mir dein Stecken und Stab trösten mich." (Ps. 23,4)Möge das Glück dich begleiten - mit diesem Wunsch endet jeder Gottesdienst. Da werden die Segensworte als Zuspruch für unseren Alltag gesprochen.

Gott segne dich und behüte dich,

er lasse dich teilhaben an der Kraft der Schöpfung, des Lebens und des Fortbestandes. Und er sei dir nahe als der, der dir Schutz bietet, vor dem, was diese Lebenskraft bedroht. Und das sind nicht immer große Angriffe von außen, das können auch ganz kleine, in uns selber liegende Dinge sein, die das Vertrauen und die Kraft zunichte machen können. Davor möge der segnende Gott uns behüten.

Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.

Vor Gott zu stehen, das macht uns aus unserer Sicht klein und lässt uns oft als solche erscheinen, die diesem Gott doch nichts zu bieten haben, ihm nicht gerecht werden. Doch das Antlitz Gottes ist von Liebe geprägt ist, wie wir in Christus erfahren haben. So soll auch die Liebe über uns leuchten, eine Liebe, die uns annimmt als Sünder, und die uns aufrecht vor Gott stehen lässt. Das Angesicht der Liebe soll uns herausholen aus dem Dunkel, es soll uns erleuchten und erfüllen und so unser und das Leben anderer hell machen.

Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Dieses Angesicht der Liebe soll auf uns liegen und Teil von uns werden, auf dass wir den Frieden, den Gott uns durch diese Liebe schenkt auch weitergeben können. Er schenke dir seinen Frieden. Es geht nicht um menschlichen Frieden, sondern um seinen Shalom, seinen allumfassenden Frieden, der viel weiter reicht als unser menschliches Friedensdenken. Dieser Shalom Gottes soll über uns kommen, damit wir aus diesem tiefen Frieden das Leben gestalten können.

Zu einem solchen Leben in dieser Kraft Gottes werden wir immer wieder ermutigt, wenn uns diese Worte zugesprochen werden. Damit kann man auch wirklich gut durchs Leben ziehen. Deshalb ist dieser Segen auch so wichtig. Möge dieses Glück dich begleiten.

 

Ihr Pfarrer Wolfgang Fleißner

und Prädikant Manfred Zuzak

 

Erstellt: 20.8.2008
Zuletzt aktualisiert: 17.1.2010 10:50 Uhr
Redakteur: Anders Grüning