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Gottesdienst - Fair play

Gottesdienst zum Gemeindefest am 09. Juli, um 10.15, in Windesheim

Fair play

1. Posaunenvorspiel:  Fanfare

2. Stadionsprecher/in  
Herzlich willkommen im Stadion Kirche zu Windesheim. Wir freuen uns auf ein faires Spiel und bitten Sie das Ihre dazu beizutragen.
Die Welt zu Gast bei Freunden, lautet das Motto der WM. Und wir dürfen alle Gast sein
• bei Gott, dem Freund des Lebens,
• bei Jesus, dem Freund der Menschen und
• bei Gottes gutem Geist der Freundlichkeit.

Fairplay heißt unsere Veranstaltung. Es will den schönen Gedanken aus dem Sport aufgreifen: gerecht und anständig, zuvorkommend. Kurz gesagt, den Regeln gemäß auch im Lebensalltag zu spielen, damit es ein schönes und spannendes Spiel werde, eben unser Leben gelingen möge.

Gleich werden wir Sie bitten, sich aufzuwärmen. Wir wollen das jetzt mal proben. Dazu stehen Sie alle –soweit es Ihnen möglich ist - auf.
Prima! Das hat ja wunderbar geklappt. Setzen Sie sich noch einmal.
Die Jüngsten unter uns werden Ihnen dann Bälle zu werfen. Wer einen Ball gefangen hat, werfe ihn einem anderen, einer anderen zu. Dann darf er/sie sich setzen. Wer als letzte/r stehen bleibt, darf sich über eine kleine Überraschung freuen. Nun bitte begrüßen Sie mit uns die Nachwuchsstars mit einer La o la Welle.

3. Hintergrundmusik vom Band beim Aufwärmspiel Kigo - Kinder ziehen ein

Bitte stehen Sie alle auf. Das Spiel beginnt.

Bälle werden durch die Kirche geworfen

Herzlichen Glückwunsch. Sie haben gewonnen. Sie waren bis zuletzt standhaft und haben abwarten können. Sie dürfen nun als Erste® den WM-Ball signieren. Dann geben Sie ihn durch die Reihe und eine jeder/ eine jede schreibe seinen/ ihren Namen darauf. Am Ende bringen Sie bitte den Ball wieder nach vorn. Heute Nachmittag wird dieser Ball dann meist bietend zugunsten …versteigert. Vielen herzlichen Dank für Ihr Mitspiel. Unterdessen stimmen wir uns mit dem Kanon ein: Lasst uns miteinander, erst einstimmig, dann zwei-, dann vierstimmig.

4. Lied: 645 Lasst uns miteinander

5. 1.Einblendung: Hoffen  (Bild aus chrismon  Sonderheft zur Fußball-WM 2006)

1. Sprecher/in:
Tippen Sie mal: Hofft dieser junge Mann noch? Oder hat er alle Hoffnung schon fahren lassen? Gehofft haben wir in den letzten Wochen immer wieder. Meist 90 Minuten lang. Wenn sein musste, sogar etwas länger. Vielleicht haben Sie auch mit gebangt und gezittert. Und wenn Sie dabei manchmal aufspringen, ist das okay. Hoffen ist schließlich sprachlich eng verwandt mit dem mittelhochdeutschen Wort „hupfen“ oder „hüpfen“. Und große Gefühle brauchen eben Platz.
Was aber wenn Hoffnungen enttäuscht werden?
Wenn einem überhaupt nicht nach Luftsprüngen zumute ist?
Das Gegenteil ist Verzweiflung, die „Krankheit zum Tode“, wie ein tragischer Däne sie einmal genannt hat. Aber das kann hier wohl nicht gemeint sein. Der junge Mann hat gerade einen Elfmeter verschossen. Seine Jungs haben ein Spiel verloren. Die Fans sind enttäuscht. Hoffnung aber hat er immer noch. Hoffentlich.
(aus chrismon  Sonderheft zur Fußball-WM 2006)

2. Kirchenchor

3. Konfi:
Von einem, der immer noch Hoffnung hat, erzählt die Bibel:
Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho wegging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an, zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!

6. Lied:  209,1-2 Ich möcht, dass einer mit mir geht

7. 2.Einblendung: Unfair (aus chrismon  Sonderheft zur Fußball-WM 2006)

1. Sprecher/in:
Stellen Sie sich das einen Augenblick einfach mal vor:
Das Fußballspiel wäre ziellos. Da kommen die Zuschauer aus Versehen ins Stadion. Die Mannschaften hetzen planlos über den Rasen und die Tore fallen per Zufallsgenerator. Zugegeben: ist alles schon mal vorgekommen. Aber in der Regel hat das Treiben mit der Lederkugel doch Sinn und Richtung, Wenn’s dann mal wehtut, weiß man wenigstens auch, warum. Und man weiß, wen man den eigenen Schmerz, die eigene Wut entgegenschleudern kann. Außerhalb von Fußballstadien ist das leider nicht so einfach, Da gibt’s Schmerzen, die machen keinen Sinn – und es gibt ziemlich viel zielloses, sprich sinnloses Leid. Oder einfach Ärger und Enttäuschungen, die man einstecken muss, wegstecken, statt sich von ihnen in großen Gesten und starken Worten zu befreien. Denn das geht so schön auf dem Platz.
(teilweise aus chrismon Sonderheft zur Fußball-WM 2006)

2. Kirchenchor
3. Konfi:

Von einem, der solchen Ärger und solche Enttäuschung erlebt, erzählt die Bibel:
Und viele fuhren ihn an, er solle stillschweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!

8. Lied:  178.11 Herr, erbarme dich

9. 3. Einblendung: Freude  (aus chrismon  Sonderheft zur Fußball-WM 2006)
1. Sprecher/in:

Kennen Sie Ihre Augenringmuskeln? Nö, die haben sich bei Ihnen noch nicht vorgestellt. Die fragen nämlich Ihr Großhirn nie um Erlaubnis. Bewegen sich ganz autonom – und nur bei echter Freude. Bei gespielter Freude tut sich gar nichts an den Augen, da heben sich nur gequält die Mundwinkel. Schön, dass die Physiognomie der Freude in allen Kulturen dieselbe ist. Doof, dass ausgerechnet wir Deutschen das hässliche Wort „Schadensfreude“ erfunden haben, das sich gar nicht übersetzen lässt. The German Schadensfreude wird in alle Welt exportiert.
„Boy, diese Deutschen haben echt für alles ein Wort“, staunt der Comic - Held Homer Simpson. Boy, und wir Deutschen dichten auch über alles gleich eine Ode. Die kann die Welt mitsingen, wenn sie bei uns zu Gast ist: „Freude schöner Götterfunken“. Zum Beispiel, wenn Portugal ein Tor schießt. Wie damals bei der EM 2004 gegen England. Rui Costa hieß der Torschütze. Er hat sich vielleicht gefreut. Aber echt, Nicht gespielt. (aus chrismon  Sonderheft zur Fußball-WM 2006)

2. Kirchenchor

3. Konfi:
Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde.
Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

10. Lied: 599,1-4 Singet dem Herrn ein neues Lied

11. Halbzeit: Kollekteneinsammlung Orgel oder Posaunenzwischenspiel
 Kollekte ist heute bestimmt für: Gemeindehausrenovierung
Am Ausgang ist die Kollekte bestimmt für ein innovatives Projekt im Schmiedelpark: Der Schmiedel besteht seit 155 Jahren und ist die älteste diakonische Einrichtung des Hunsrücks. Der Schmiedelpark dient der Begegnung und Ingeration.
Ankündigungen für die kommende Woche

12.  Kindergottesdienst/Kinderchor
13. Fairplay Kigo

• Fair ist, wenn Schiedsrichter unparteiisch sind
• wenn meine Freundin da ist
• Wenn man beim richtigen Namen genannt wird
• Wenn Kinder nicht geschlagen werden
• Keines gehänselt wird, weil es anders ist
• Wenn man fernsehen darf
• Wenn man die Sachen von anderen nicht kaputt macht
• Wenn jedes Kind mitspielen darf
• Wenn einzelne nicht von Cliquen angegriffen werden
• Wenn Politiker halten, was sie versprechen
• Wenn Chefs von großen Firmen die Arbeiter nicht abzocken
• Wenn man sich streitet und am Schluss versucht, sich zu versöhnen
• Wenn man eine Fußballmannschaft, wenn sie schlecht spielt, nicht ausbuht.

14. Lied:  Ein Team, das sich Gemeinde nennt V.1 auf Melodie 604

15. Fairplay Konfis
• Fair ist, wenn alle Schüler/innen von einem Lehrer gleich behandelt werden
• Wenn ich mit 13 Jahren bis 20 Uhr draußen bleiben darf und meine Schwester auch, wenn sie 13 ist.
• Wenn ich Respekt vor meinen Eltern habe
• Wenn ich meine Meinung frei sagen und ausreden kann, ohne direkt angemotzt zu werden
• Wenn ich etwas fasch gemacht habe, und ich darauf angesprochen werde, dass ich mir die andere Meinung anhöre

16. Lied:  Ein Team, das sich Gemeinde nennt V.2

17. Fairplay Posaunenchor
• Fair ist, wer wahrhaftig ist im Reden und Tun
• Wenn im Posaunenchor die Stimmen aufeinander Rücksicht nehmen
• Fair ist, wer zuhört
• Wer die Leistung anderer anerkennt
• Wer nicht mehr von seinem Gegenüber erwartet als er selbst bereit ist zu geben
• Wer das unterschiedliche Können in einer Gruppe z.B. Posaunenchor anerkennt
• Gerechter Lohn für Arbeit
• Das wir dem neuen Weltmeister, egal woher er ist, herzlich gratulieren

18. Lied:  Ein Team, das sich Gemeinde nennt V.3

19. Fairplay Frauenchor/ Frauenhilfe

• Fair ist, wenn andere meine Meinung akzeptieren und mir nicht ins Wort fallen
• wenn die Kinder mir etwas sagen, dass ich das akzeptiere
• wenn die Arbeit, die ich tue, anerkannt wird
• wenn einer für den anderen einsteht
• wenn ich den alten Menschen in seiner Krankheit akzeptiere
• Fair ist, wenn ich den anderen leben lasse und nicht ausbeute
• Wenn ich mit jedermann in Frieden lebe
• Wenn man in Not geratenen Menschen hilft
• Wer zuhören kann, ohne dem anderen das Wort abzuschneiden
• Wenn man bereit ist für Güter aus der dritten Welt etwas mehr zu bezahlen, vorausgesetzt, die Erzeuger in der dritten Welt können davon profitieren.

20. Lied:  Ein Team, das sich Gemeinde nennt V.4
21. Fairplay Seniorenkreis

• Fair ist, wer Verständnis zeigt für meinen stolpernden Fuß und meine lahme Hand
• Fair ist, wer mit einem freundlichen Lächeln verweilt, um mit mir ein wenig zu plaudern
• Fair ist, wer niemals sagt: „Diese Geschichte haben Sie mir heute schon zweimal erzählt.“
• Fair ist, wer es versteht, Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen
• Fair ist, wer mit Güte und Nachsicht die Tage, die mir noch auf dem Weg in die ewige Heimat bleiben, erleichtert.

22. Lied:  Ein Team, das sich Gemeinde nennt V.5

23. Fürbittengebet 
1.  Gott, wir danken dir, dass du Vertrauen schenkst
 dass wir im Glauben wachsen können
 und Mut fassen können, neue Erfahrungen mit dir
 und deinem Wort zu wagen.
 Wir bitten dich: 
Gemeinde: Sende deinen Geist des fairplay!

2. Lass es geschehen, dass dein Wort
unsere Gedanken, Worte und Taten verändert,
damit wir dort sind,
wo wir gebraucht werden,
damit wir losgehen und handeln.
 Wir bitten dich:
Gemeinde: Sende deinen Geist des fairplay!

3. Lass es geschehen, dass dein Wort
 unter uns eine gute Gemeinschaft hervorbringt,
 damit wir das Gute in jeder und jedem sehen,
 mehr aufeinander achten und hören.
 Wir bitten dich:
Gemeinde: Sende deinen Geist des fairplay!

4. Lass es geschehen, dass dein Wort
in unserer Kirche hörbar ist,
damit sie Ort der Zuflucht ist,
der Geborgenheit und des Zusammenhalts
für alle Menschen, auch für Fremde.
Wir bitten dich:
Gemeinde: Sende deinen Geist des fairplay!

5. Lass es geschehen, dass dein Wort
in unserer Welt gehört wird,
damit Friede wird
und die Güter gerecht verteilt werden,
damit die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft
menschliches Leben und deine Schöpfung
hoch und heilig halten,
wie nichts sonst auf der Welt.
Wir bitten dich:
Gemeinde: Sende deinen Geist des fairplay!

6. Lass es geschehen, Gott, dass dein Wort
 unter uns lebendig bleibt,
 damit wir im Spiel des Lebens weiterkommen.
 So beten wir gemeinsam weiter:

24. Vaterunser  

25. Segen

Gott, der Freund des Lebens, segne dich und behüte dich,
Jesus, der Freund der Menschen, leite dein Spiel und sei dir gnädig,
Gott, der Geist der Freundlichkeit, trainiere dir Herz und Sinne und gebe dir Frieden.
Amen.

26. Lied: 611 Der Himmel geht über allen auf (Kanon)

27. Einladung zum Fest   28. Orgelnachspiel
Gemeindelied zur WM
1. Ein Team, das sich Gemeinde nennt spielt auf dem Feld der Zeit.
Es kickt den Ball des Glaubens an, bringt ihn den Menschen heut.
Die lassen ihn gern aus dem Spiel oft abseits ins Eck roll’n.
Doch das Team vergisst nie sein Ziel, fair play spielen zu woll’n.
Und immer wieder fragt man sich, wer denn das Spiel gewinnt?
Erreicht das Team das große Ziel, dass Leben uns gelingt?
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist,
denn sonst wir allein auf dem Spielfeld der Zeit.
O, sende deinen Geist!

2. Das Team, das sich Gemeinde nennt, trainiert nicht allzu viel,
weil’s scheinbar Intressantres gibt, als Fairness für das Spiel.
Man krätscht, man stößt, man harkt gern nach und klammert auch mal fest,
dann zeigt gelb oder rot ihm an, dass Gott es spüren lässt.
Da liegt die Hoffnung bald im Dreck, die Liebe unterliegt.
Nur wer nach Gottes Regeln spielt, sich überwindet, siegt.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...

3. Das Team, das sich Gemeinde nennt, soll eine Mannschaft sein,
sonst ist es bei dem Glaubensspiel verloren und allein:
Wer die fünf Sinne eingesetzt für Gottes gutes Wort
der bleibt so Mensch und Erde treu, fair play an jedem Ort.
Und was das Team bei diesem Spiel ganz fest zusammenschweißt
in Glaube, Hoffnung, Zuversicht, ist Gottes guter Geist.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...

4. Im Team, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich lang und breit:
Wie finden wir den rechten Kick im Glaubensspiel der Zeit?
Der rät wohl dies, der andre das, man redet Tag und Nacht
und hat - kurzsichtig, wie man ist  sich selbst ums Spiel gebracht.
Wenn man auf Gottes Wort nur hört, sein Geist das Spiel bestimmt,
gewinnt das Spiel an neuer Kraft, auch wenn der Gegner stürmt.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...

5. Das Team, das sich Gemeinde nennt, spielt auf dem Feld der Zeit.
Das Ziel: Fairplay für jeden Mensch meint ja Gerechtigkeit.
Auch wenn von vielen ausgelacht. wenn Spott und Hohn befällt,
das Team ist sich des Worts gewiss: Gott erhält seine Welt.
Das gibt dem Team dann neuen Mut, wir sind nicht mehr allein.
Fairplayer spielen überall. Wir werden Sieger sein.
Kehrvers: Sende deinen Geist! Sende deinen Geist...

Erstellt: 13.7.2006
Zuletzt aktualisiert: 31.3.2011 17:14 Uhr
Redakteur: Anders Grüning

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