Gottesdienst - Wenn dein Kind dich morgen fragt
Orgelvorspiel
Begrüßung und Abkündigungen
Lied: Wenn dein Kind
Einführung ins Thema
Statements
Jede(r) trägt ihren (seinen) Eindruck vom Kirchentag vor
Lied: Meine engen Grenzen
Gebet aus Psalm 139
Lasst uns beten:
Gott, du erforschst mich und kennst mich.
Du verstehst meine Gedanken von ferne.
Führe ich gen Himmel, so bist du da.
Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,
so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Am Ende bin ich noch immer bei dir. Amen.
(aus Psalm 139)
Schriftlesung aus 5. Mose 6,20-25
20 Wenn eure Kinder später fragen, wozu all die Weisungen, Gebote und Rechtsbestimmungen gut sind, die ihr vom HERRN, eurem Gott, bekommen habt,
21 dann gebt ihnen zur Antwort: »Als Sklaven mussten wir dem König von Ägypten dienen, doch der HERR befreite uns mit seinem starken Arm.
22 Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie er durch seine Staunen erregenden Wundertaten Verderben über den Pharao und seine Familie und über alle Ägypter brachte.
23 Uns aber hat er aus Ägypten herausgeführt und hierher gebracht, um uns das Land zu geben, das er unseren Vorfahren versprochen hatte.
24 Er hat uns befohlen, ihn, unseren Gott, ernst zu nehmen und alle diese Gebote zu befolgen, damit es uns gut geht und er uns am Leben erhalten kann, wie das heute tatsächlich der Fall ist.
25 Unser Tun findet beim HERRN Anerkennung, wenn wir alles genau befolgen, was er, unser Gott, uns befohlen hat.
Lied: "Die Antwort weiß allein der Wind..." während dessen Kollekteneinsammlung
Predigt zur Frage: Hilft Gott den armen Menschen?
1. Zur Vorbereitung dieses Gottesdienstes haben wir an der Grundschule und im Kindergottesdienst nachgefragt, was Kinder immer schon mal zum Thema Glauben, Leben und Handeln wissen wollten. So danken wir allen Kindern recht herzlich für ihre zahlreichen Fragen, die gar nicht so einfach zu beantworten sind. Doch Kinder haben ein Recht darauf, dass wir ihnen Rede und Antwort stehen. Eine dieser Fragen haben wir ausgewählt und versuchen darauf eine Antwort zu geben. Sie lautet: Hilft Gott den armen Menschen?
2. Natürlich hilft Gott den armen Menschen. Darum ist Jesus auf die Welt gekommen. Er hat Kranke geheilt, Hungrige gespeist, Armen gut zugesprochen.
3. Nein, das kann ich gar nicht glauben, dass Gott armen Menschen hilft. Schaut euch doch um: Überall gibt es arme Menschen, denen nicht geholfen wird. Da gibt es Kinder, die keine Freunde haben. Da gibt es Schülerinnen und Schüler, die keine Hilfe beim Lernen erhalten. Da gibt es Kinder, die in Slums leben müssen. Sie gehen betteln oder müssen wie Erwachsene arbeiten, ohne jemals ein Schule besucht zu haben.
4. Ja, da stimme ich dir zu. Es sind nicht nur Kinder. Auch Erwachsene sind arm dran. Da haben sie eine gute Ausbildung und keinen Job. Da geht eine Firma pleite und Hartz IV zahlt nicht. Da gibt es hilfsbedürftige Menschen und es gibt zu wenige Pflegekräfte.
5. Kommen wir nochmals zur Ausgangsfrage zurück: Hilft Gott den armen Menschen?
6. Meine Großmutter pflegte immer zu sagen: "Hilf dir selber, so hilft dir Gott!" Und damit meinte sie: Ich muss selbst anpacken und nicht nur jammern.
7. Also den Ausspruch deiner Großmutter finde ich blöd. Denn es gibt viele Menschen, die sich selber nicht helfen können. Ich sage eher: "Wer Gott vertraut, hat auf keinen Sand gebaut."
8. Aber hört mal, was sollen eure Wortgefechte. Ich finde, dass Gott hilft. Dazu braucht er Menschen, die sich von der Not anrühren lassen. Bei der großen Flutkatastrophe in Südostasien haben wir ja alle eine weltweite riesige Hilfe erlebt.
9. Ich möchte nochmals an die Kinderfrage erinnern: Hilft Gott den armen Menschen? Ist das eure Antwort. Ja, er hilft auf vielerlei Weise, wo Menschen ihm vertrauen? Wo sie gegen alle erdrückende Last einfach neu beginnen? Wo Menschen sich bereit erklären zu helfen?
10. Also, ich möchte an das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus erinnern. Da erzählt Jesus sehr drastisch, welche Folgen das Verhalten des Reichen hat. Er landet in der Hölle und von dort aus sieht er Lazarus, den er nie eines Blickes würdigte, in Abrahams Schoss. Da heißt es: 'Vater Abraham, dann schick Lazarus doch wenigstens in mein Elternhaus! Ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit sie nicht auch an diesen schrecklichen Ort kommen!' Doch Abraham sagte: 'Deine Brüder haben das Gesetz. Moses und die Weisungen der Propheten. Sie brauchen nur darauf zu hören.' Der Reiche erwiderte: "Vater Abraham, das genügt nicht! Aber wenn einer von den Toten zu ihnen käme, dann würden sie ihr Leben ändern." Abraham sagte: "Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, dann lassen sie sich auch nicht überzeugen, wenn jemand vom Tod aufersteht."
11. Du meinst also, Gott hilft armen Menschen, indem wir auf sein Wort hören und es befolgen. Dann können wir nicht anders als uns den armen Menschen zuzuwenden.
12. Ich finde, da ist eine riesige Kluft zwischen uns und dem Wort Gottes. Irgendwo habe ich in den letzten Tagen gelesen: für 29 Milliarden Euro, die unser Land jährlich für Rüstung ausgibt, könnten alle Kinder dieser Welt ein Jahr lang ausreichend mit sauberem Wasser, Nahrung, medizinisch und schulisch versorgt werden. Aber dazu fehlt immer noch der ernste Wille. Und Warum soll gerade ich etwas tun, wenn die Großen da oben nichts machen?
13. Also ich denke immer gern an den Spruch in meiner Kindergottesdienstzeit. Da hing so ein Plakat im Raum. Da stand drauf: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten; die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern."
14. In dieselbe Richtung weist ein Wort, das ein unbekannter Mensch an ein Steinkreuz geheftet hat, an dem Christus keine Hände und Füße hat. Pause
15. Und was steht darauf? Halt uns nicht zulange hin.
16. Da steht: "Christus hat keine Hände denn unsere Hände. Nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun. Er hat keine Füße, nur unsere Füße, um Menschen auf seinen Weg zu führen. Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen, um Menschen von ihm zu erzählen. Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen." So ist die Frage. Hilft Gott armen Menschen? eine Anfrage an uns: Helfen wir um Gottes willen den armen Menschen?
17. Ich danke euch allen für die Beantwortung der Frage: Hilft Gott armen Menschen?
Und nun bitte ich Sie ebenfalls im Gespräch miteinander sich auf eine Antwortsuche zu begeben. Dazu werden nun die Fragen der Kinder ausgeteilt.
Lied: Ich lobe meinen Gott
Murmelphase, währenddessen meditative Musik
Statements. Rückmeldung Ingo
Lied: Wie ist dein Lebenstraum
Taufhandlung
Begrüßung
Gebet
Lesung
Glaubensbekenntnis
Tauffragen
Taufe
Präsentation Wolfgang
Lied Ich bin getauft auf deinen Namen
Fürbittengebet
Wir stehen auf - (Pause) - Wir beten:
Wir danken dir, Gott
Dein Wort spricht uns frei, es nimmt uns die Angst und gibt uns neue Zuversicht. Wir bitten dich: Lass es wurzeln und wachsen,
blühen, reifen und Frucht bringen in uns allen.
Wir rufen: Erbarme dich.
Wir denken an unsere Kinder, an die Freude, die sie uns bringen,
an die Sorgen, die sie uns aufladen. Erhalte ihnen die Offenheit, die Lust zu lernen. Hilf Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, hilf allen, die erziehen und ausbilden, dass sie das ihnen geschenkte Vertrauen nicht enttäuschen,
nicht missbrauchen.
Wir rufen: Erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die in der Mitte, im Sommer, in der Hitze des Lebens stehen: Bewahre sie davor, sich zu überfordern
und sich überfordern zu lassen. Gib ihnen Selbstvertrauen und Gelassenheit.
Hilf ihnen, immer weiter zu lernen, Neues, Ungewohntes zu wagen
und Altes, Bewährtes zu verteidigen.
Wir rufen: Erbarme dich.
Wir denken an die Alten unter uns, an alle, die mit dem Gefühl kämpfen,
nutzlos und überzählig zu sein. Zeige ihnen, wo sie gebraucht werden,
wo sie anderen helfen können mit ihrer Erfahrung, mit Rat und Tat.
Lehre sie, sich am Leben zu freuen, die Zeit zu nutzen, die ihnen geschenkt ist. Hilf ihnen, noch am Leiden zu lernen.
Wir rufen: Erbarme dich.
Dir vertrauen wir uns an, Gott, jetzt und in der Stunde unseres Todes,
wenn die Zeit der Ernte gekommen ist. Durch Jesus Christus. Gemeinsam beten wir weiter:
Vaterunser
Segen
Stell dich fest mit beiden Beinen auf die Erde
Und finde deinen Halt.
Richte dich aus nach oben
Und entdecke die Weite über dir.
Spür dich selbst, deine Mitte,
ausgestreckt zwischen Himmel und Erde,
gehalten und getragen von Gottes Segen:
Gott, Kraft aus den Tiefen durchströme dich.
Gott, Kraft aus den Höhen, bewege dich.
Gott, Kraft aus der Mitte, halte dich.
Gott segne dir diesen Tag. Amen.
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