Gottesdienst - Kerb 2009
Kerbegottesdienst am 02. August 2009 in Guldental und am 06. September 2009 in Windesheim
Vorspiel
Lied: Die güldene Sonne EG 449,1+3+8
Begrüßung /Fleißner
Zum diesjährigen Kerbegottesdienst, der von der evangelischen Seite aus für alle Konfessionen ausgerichtet wird, begrüße ich Sie recht herzlich und freue mich, dass Frau Hauschild/Herr Horteux von der katholischen Schwestergemeinde mitwirken wird.
Der Gottesdienst steht unter dem Wort Jesu:
Ihr seid das Salz der Erde.
(Matthäus 5,13)
Die Kollekte, die bei dem Lied „Gott gab uns Atem“ eingesammelt wird. Sie ist jeweils zur Hälfte für die beiden Kirchengemeinden bestimmt.
So lasst uns nun gemeinsam diesen Kerbegottesdienst feiern:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr sei mit Euch
Gemeinde: Und mit deinem Geist
Gemeinsam wollen wir Gott loben mit dem Psalm 11
Männer: Gott ist der Gedanke, der mir eine neue Hoffnung gibt.
Frauen. Gott ist der Ort, wo ich meiner Angst geborgen bin.
Männer: Gott ist die Kraft, die mich in meiner Furcht nicht fallen lässt.
Frauen: Gott ist der Allmächtige, mit einem Blick durchschaut er uns Menschen.
Männer: Gott ist der Gerechte, mit einem Fingerzeig trennt er
die Guten von den Bösen.
Frauen: Gott ist der Herr, seine Gerechtigkeit breitet sich aus über die ganze Erde.
Kommt, lasst uns ihn anbeten!
Gemeinde: Ehre sei dem Vater…
Kyrie / Hauschild/Horteux
Gott, das möchten wir doch so gerne sein: Salz der Erde!
Wir wollen weitersagen, anstecken, überzeugen.
Wir möchten eine einladende Gemeinde sein mit weit geöffneten Türen.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten entgegenkommend sein.
Einleuchtend möchten wir sein mit dem, was wir sagen und tun.
Verständlich möchten wir sein mit unserer Sprache, mit unserem Predigen.
Gott, wir möchten das so gerne sein: Salz der Erde!
Wir wollen weitersagen, anstecken, überzeugen.
Doch dann bleiben wir unter uns, sind zaghaft, ja verzagt.
Wir laden ein – und machen nicht deutlich, wozu.
Wir kommen anderen entgegen – und verlieren darüber unseren Standpunkt.
Wir passen uns dem Zeitgeist an – und sind plötzlich angepasst.
So verliert dein Wort des Heils und des Lebens alle Kraft, wird fad und nutzlos, weil wir
es nicht auszuteilen wagen.
Darum rufen wir zu Dir: Herr, guter Gott, erbarme ich
Gemeinde: Herr, erbarme dich
Zuspruch / Hauschild/Horteux
Was einst der Prophet Maleachi seinem Volk verheißt, gilt auch uns zur Ermutigung:
Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.
Maleachi 3,20
Gemeinde: Ehre sei Gott
Lobvers: Allein Gott in der Höh sei Ehr EG 179,1
Kollektengebet / Fleißner
Herr Jesus Christus, der du von einer hebräischen Mutter geboren wurdest, aber voll Freude warst über den Glauben einer syrischen Frau und eines römischen Soldaten,
der du die Griechen, die dich suchten, freundlich aufgenommen hast und es zuließest,
dass ein Afrikaner dein Kreuz trug:
Wir danken dir, dass auch wir zu dir gehören. Hilf uns, mit Menschen aller Rassen und Völker Erben deines Reiches zu werden und stärke uns durch deinen Geist, als Salz der Erde zu wirken.
Und wir loben und preisen dich Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
Lesung aus Jesaja 2,1-5: Fleißner
In Zion finden alle Völker Heil und Frieden
1 Dies ist's, was Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat über Juda und Jerusalem:
2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen,
3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
4 Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
5 Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!
Halleluja. Gott allein die Ehre! Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Halleluja.
Gemeinde: Halleluja
Hauschild/Horteux: Wir hören das Evangelium aus Matthäus 5,13- 16
Gemeinde: Ehr sei dir, o Herre
13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Der Herr erhalte uns sein Evangelium in Ewigkeit.
Gemeinde: Lob sei dir, o Christe
Lied: Gott gab uns Atem EG 432,1-3
Dialogpredigt
Spielszene
(Zwei Erwachsene sitzen am gedeckten Tisch. Sie beginnen, eine Suppe zu essen.)
H: Reichen Sie mir doch bitte 'mal das Salz rüber!
F: Aber gern, bitte sehr!
H: Danke: - Die Suppe schmeckt aber auch wirklich fad!
H schüttelt den Salzstreuer.
… Na, da kommt ja gar nichts heraus! Was ist denn …
F: Es ist halt feucht geworden, alles verklumpt und verklebt!
H: Na so was! Wie soll ich bloß diese fade Suppe essen! Herr Ober! … H zeigt den Salzstreuer.
F: So fad wie diese Suppe ist manchmal auch das Leben.
Es fehlt die nötige Würze.
Ich erinnere mich an Schultage, die schmeckten so richtig nach trüber, schaler Brühe.
Und man hat überlegt, wie man da ein bisschen Würze reinbringen könnte:
Lehrer ärgern zum Beispiel, oder Klebstoff auf die Sitzfläche vom Lehrerstuhl schmieren, oder die Tür vom Klassenzimmer zumauern oder das Auto vom Mathematiklehrer über die breite Treppe in die Schulaula tragen.
Fade Brühe. Was war da noch an Würz-Ideen? Eine Schlägerei anfangen? Fensterscheiben anschmieren? Das Moped von Klaus klauen? Oder Bungee-Jumping, Paragliding, Snowboard fahren, U-Bahn-Surfen? Man kann es auf die Spitze treiben.
Die Frage ist nur: Was hat es gebracht? Hat es ihn gebracht, den absoluten Kick, oder ist hinterher nicht der fade Geschmack geblieben? Ist verklumpt, verklebt, was doch die Würze geben soll? Ja, ich weiß, es gibt immer Tage und Wochen, die sind trostlos und trüb. Muss das Leben so fad sein?
Hauschild/ Horteux: Ihr seid das Salz der Erde.
Damals, als Jesus das gesagt hat zu seinen Jüngern, damals muss das einen ganz anderen Klang gehabt haben als heute.
Wir sind ja nicht mehr angewiesen auf Salz. Unser Gewürzregal ist gut gefüllt. Und wenn es an Geschmack fehlt, kommt halt notfalls Ketchup über das Essen oder Senf oder Curry oder Chili, dann schmeckt es schon nicht mehr so fad.
Und einsalzen, das macht man eigentlich nur noch mit toten Fischen. Alles andere kommt in die Tief¬kühltruhe oder in Dosen, und dann gibt es auch noch die tollen Mittel aus der Chemiefabrik, die nichts mehr schlecht werden lassen. Salz hat nicht mehr das Monopol.
Damals aber war das anders. Und von der damaligen Zeit her müssen wir das auch verstehen.
Ihr seid das Salz der Erde. Das heißt: Ihr seid das, was diese Welt unbedingt braucht!
Ihr seid das, worauf diese Welt angewiesen ist, damit sie nicht fad und öde wird.
Damit sie nicht von innen her verfault, sondern erhalten bleibt.
Damit sie nicht krank und eitrig wird.
Ihr seid es, auf die diese Welt sehnsüchtig wartet.
Fleißner:
Das klingt doch ganz anders als das, was wir normalerweise von unseren Mitmenschen hören. Da heißt es eher: „Auf dich haben wir gerade noch gewartet. - Du hast uns noch gefehlt!“
Wenn ich deswegen an das Wort Jesu denke: "Ihr seid das Salz der Erde", dann stellt sich mir als erstes die Frage, warum denn gerade wir so wichtig sein sollen für die Welt.
Stärken zu benennen ist oft viel, viel schwerer, als Schwächen zu finden, besonders auch an sich selbst. Ich weiß das schon. Aber wir versuchen es einmal. Wo sind unsere Stärken, die uns so interessant und wichtig machen? Uns als Leute, die etwas mit Jesus Christus zu tun haben?
Zum einen: Wir haben beste Verbindungen. Wir haben den guten Draht nach oben, zum Allerhöchsten. Wir haben Gott zum Freund.
Wir haben - und das hängt damit zusammen - vielleicht nicht immer den Überblick, aber doch einen "Durchblick".
Beispielsweise den Durchblick, dass immer, wenn sich die Erde über einem Sarg oder einer Urne schließt, die Geschichte eines Menschen nicht zu Ende ist. Der Tod hat nicht das letzte Wort …
Auch haben wir ein ganz starkes Mittel zur Verfügung, mit dem man oft Schlimmeres verhindern und Streitigkeiten beilegen kann. Das ist die Bereitschaft, sich zu versöhnen. Christen sind darin wirklich gut. (Ausnahmen bestätigen die Regel!) Christen trauen sich eher, von sich aus auf einen anderen zuzugehen und zu sagen: "Du, ich habe einen Fehler gemacht, verzeih, wir wollen wieder Freunde sein." Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das oft gelingt. Manchmal ist Vergebung sogar ansteckend; auch das habe ich schon erlebt. Christen sind hierin so gut, weil sie überzeugt sein können: Gott geht auch mit uns so um. Gott ist nicht nachtragend.
Hauschild/Horteux:
Das zweite ist, dass wir uns dieser Verantwortung stellen. Wir übernehmen Verantwortung in dieser Welt und für sie. Innere Motivation. Nicht wegschauen, nicht vor¬beigehen. Kürzlich habe ich wieder gehört, wie das so oft läuft: da liegt ein Mann im Unterführungsbereich des Hauptbahnhofs, blutüberströmt, der Körper zuckt, von einem Anfall geschüttelt. Eine junge Frau kniet daneben und schreit: "Ja hilft denn niemand?" Und es dauert, bis dann doch eini¬ge mit hinlangen, den Rettungsdienst verständigen.
Im Wegschauen sind wir Spitze. Im Verdrängen. „Das geht doch mich nichts an.“ Das lernen schon die Kinder in der Schule auf dem Pausenhof. "Den Abfall von diesem Kerl hebe doch ich nicht auf." "Sein Heft trage ich ihm doch nicht nach!"
Und die Erwachsenen sagen: "Dieser Krieg geht doch mich nichts an!" "Dass sie hungern – das ist doch deren Pech." – "Wer keine Arbeit hat, ist doch selbst schuld." – "Sollen sie doch wieder dorthin gehen, woher sie gekommen sind." - "Mir hat auch keiner geholfen." – "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott."
Nein, nicht alle reden so. Salz der Erde seid ihr, sagt Jesus. Ihr habt Mitverantwortung: dass sie nicht verfault. Dass sie nicht zerbricht. Dass sie nicht verarmt und verödet.
Salz der Erde seid ihr. Ihr habt Verantwortung für den Frieden. Und für die Gerechtigkeit. Und für die Erhaltung der Schöpfung. Salz der Erde seid ihr: Ihr könnt etwas bewirken.
Fleißner:
Damit sind wir beim dritten Punkt: Beim Handeln.
Salz wirkt. Es muss nicht großartigen Einfallsreichtum oder Kreativität entwickeln. Es wirkt ein¬fach durch seine Eigenschaften. Christen ver¬ändern diese Welt einfach dadurch, dass sie da sind. Sie kämpfen gegen die Verödung an. Sie heilen. Erhalten. Schmelzen das Eis. Eine kleine Alltagsgeschichte will ich erzählen.
Es war wieder mal spät geworden. So toll mit den Freunden einfach mal abzuhängen. Ein Bier nach dem anderen zu trinken, einige Zigaretten zu rauchen und mal am Joint zu ziehen. Weit nach Mitternacht kam sie erst nach Hause. Sie war nicht mehr sicher auf den Beinen. Der Ärger schien programmiert zu sein. Denn im Wohnzimmer brannte noch Licht. Der Vater saß am Tisch und schien zu warten. Will der noch mit mir reden? Jetzt? In meinem Zustand? Ach, der Brief von der Schule mit der Androhung des Verweises. So ging es ihr durch den Kopf. Doch der Vater murmelt nur: Schlaf gut. Wenn Du willst wecke ich Dich morgen früh, damit Du pünktlich zur Schule kommst. Und er hielt Wort. Keine Standpauke. Das beflügelte sie am nächsten Morgen so sehr, dass sie auf dem Weg zur Bushaltestelle so gar den Jungen mit den vielen Gesichtspickeln grüßte. Wow, dachte er, was ist mit der denn los! Denn erfühlte sich erstmals von ihr beachtet! Und in der Schule beteiligte sie sich so wie lange nicht mehr. Im Lehrerzimmer sagte der Mathelehrer zur Klassenlehrerin: „Frau Kollegin, unser Sorgenkind hat sich heute von ihrer besten Seite gezeigt. In der steckt noch richtig viel Potenzial!“ Und auch die Mitschüler spürten eine positive Veränderung. Sie motzte nicht mehr herum, fuhr anderen nicht über den Mund, machte keine Witze auf Kosten anderer. Sie lachte und scherzte herzlich. Und zuhause merkte es auch die Mutter: das ist eine ganz andere Tochter. Sie half unaufgefordert. Sie räumte ihr Zimmer auf. Ihre Musik drehte sie auf eine verträgliche Lautstärke. Und die Mutter sagte zu ihr anerkennend: „So gefällst Du mir!“
Hauschild/Horteux:
Wir sind das Salz der Erde, doch in der Stärke des Salzes gibt es Variationen. Unsere Stärke als Salz wird zunehmen, je mehr wir versuchen nach den Seligpreisungen zu leben. Je mehr Christus in mir Gestalt gewinnt. Vielleicht beginnt das dort, wo ich mich nicht auf meine Salzkraft berufe, sondern mich erkenne als arm im Geist, als nicht besser als meine Nachbarn, die nicht nach Gott fragen. Mich als barmherzig erweise, denen gegenüber, die anders denken als ich. Auf Gewalt verzichte, z.B. in Worten, im Straßenverkehr oder wenn andere ihre Tiraden über ungeliebte Mitmenschen loslassen. Dass ich zum Friedenstifter werde, dort wo man sich hasst. Dort wo jahrelanger Streit übertüncht wurde und ich Frieden stifte, indem ich den Streit thematisiere. Es ist die große Vision von Juden und Christen, dass Schwerter zu Pflugscharen gemacht werden und dass nicht mehr gelernt wird, Krieg zu führen, wie wir in der alttestamentlichen Lesung gehört haben. Aktueller könnte diese Hoffnung kaum sein. Salz bin ich dort, wo ich dürste nach Gerechtigkeit bei Löhnen oder einer gerechten Verteilung der Güter.
Solche Kennzeichen eines Christen werden zunehmend einen Unterschied machen in unserer Gesellschaft. So sind wir Salz in dieser Welt. Ich glaube, dass wir zunehmend in eine Bewegung des Widerstandes eintreten werden als Christen. Darin werden die Kirchen der Zukunft zunehmend ihre Rolle in der Gesellschaft finden und leben. Dieses Salzsein in der Gesellschaft wird zunehmend an Würze gewinnen. Das ist mein Traum von Kirche. Kirche, die nach den Seligpreisungen lebt und die Bergpredigt ernst nimmt.
Wir sind also das Salz der Erde. Dieser Zuspruch gilt uns ohne es schon sein zu müssen. Ohne Leistungen eines "guten Christen" erbringen zu müssen. Wir sind nachhaltige Würze, indem wir nicht einfach mitlaufen, sondern indem wir dürsten nach Gerechtigkeit, nach Frieden auf dieser Erde, barmherzig sind, da wo Streit ist. Amen.
Lied: Ihr seid das Salz der Erde
Hauschild/Horteux: Lasst uns gemeinsam den Glauben bekennen:
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
Lied: Kommt mit Gaben und Lobgesang EG 229,1-3
Abendmahl
Pfr.: Der Herr sei mit euch
Gem.: und mit deinem Geist
Pfr.: Erhebet eure Herzen
Gem.: Wir erheben sie zum Herrn
Pfr.: Lasset uns danksagen Gott, unserem Herrn
Gem.: Das ist würdig und gerecht
Gebet / Hauschild/Horteux
Guter Gott, wir versammeln uns um deinen Tisch mit allen Gaben, die du uns geschenkt hast: Mit unserer Freude, mit den Dingen, die wir gut können, mit unserem Singen und Beten, ja mit unserem ganzen Leben.
Als Zeichen unseres Dankes haben wir Brot und Wein auf dem
Tisch bereitet.
Lass diese Gaben für uns zum Zeichen deiner Gegenwart
unter uns werden und schenke uns Gemeinschaft untereinander
und auch mit dir.
Du teilst uns Gutes aus, du teilst dich uns mit.
Wir staunen darüber, danken und singen wie viele Menschen vor uns:
Heilig, heilig, heilig
Gemeinde: Heilig, heilig ….
Fleißner: Wir bringen das Brot zum Altar.
Öffne uns die Augen für das Wunder des Brotes, für das Wunder der Erde.
Öffne uns die Augen, dass wir sehen, wie du uns das Brot gibst.
Öffne uns die Augen, dass wir den Hunger der anderen sehen,
das Leiden der Menschheit, die sich in Hass verzehrt um des Brotes willen.
Du gibst uns das Brot. Du gibst uns Deine Liebe.
Hilf uns, weiterzugeben, was wir empfangen haben: die Liebe und das Brot.
Hauschild/Horteux: Wir bringen den Kelch mit dem Saft der Reben zum Altar.
Herr, unser Gott, wir loben dich.
Du schenkst uns die Frucht des Weinstocks, das Zeichen deines Festes
Lass diesen Kelch zum Kelch des Heils werden.
Und wie aus den Körnen das Brot und aus den Trauben der Wein geworden ist,
so mach aus uns eine Gemeinde, ein Zeichen der Hoffnung für diese Welt.
Einsetzungsworte/ Fleißner
Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s seinen Jüngern und sprach:
Nehmet hin und esset: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird,
solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl,
dankte und gab ihnen den und sprach:
Nehmet hin und trinket alle daraus:
Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut,
das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden;
solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.
Pfarrer und Gemeinde:
Deinen Tod, o Herr, verkündigen wir und deine Auferstehung preisen wir,
bis dass du kommst in Herrlichkeit
Vaterunser
Christe du Lamm Gottes EG 190.2
Pfr.: Kommt, es ist alles bereit, sehet und schmecket, wie freundlich der Herr ist.
Austeilung
Lied: Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen EG 272,1-3
Schlussgebet
Die Gemeinde wird gebeten die Worte laut mit zu sprechen: Wir bitten dich: Erneure uns!
Wir bitten dich, Gott, für unsere Kirchen
Hilf, dass sie zu einem Ort werden,
an dem dein Wort und deine Liebe lebendig werden.
Wir bitten dich: Erneuere uns.
Wir bitten dich für das Miteinander der Völker.
Lass nicht zu, dass Misstrauen und Ungerechtigkeit unsere Welt spalten.
Wir bitten dich: Erneuere uns.
Wir denken an die Schwachen und Kranken.
Hilf ihnen, dass sie sich ihrer besonderen Stärken bewusst werden.
Schenke uns Geduld miteinander.
Wir bitten dich: Erneuere uns.
Wir bitten dich, Gott, für alle,
die in Kirche und Gesellschaft kritisch ihre Stimme erheben.
Hilf ihnen, dass sie nicht zerrieben werden.
Lass sie für uns zu einem bleibenden Stachel werden.
Wir bitten dich: Erneuere uns.
Wir bitten für uns selbst.
Dass wir weder falschen Idealen nachlaufen noch resignieren.
Gib uns Ahnungen von deinem Weg und stärke uns für ihn.
Wir bitten dich: Erneuere uns. Amen.
Segensgebet / Fleißner
Jesus hat gesagt:
„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, taugt es zu nichts mehr".
Darum bitten wir : Gott, unser Vater. Lass uns nicht faul und gleichgültig werden.
Gib deiner Kirchen Tatkraft und Phantasie, die Sache deines Sohnes weiterzuführen, damit die Menschen Stellung nehmen müssen und in ihm den Weg zum Heil finden.
Das gewähre uns durch ihn, Jesus Christus. Amen.
Segen
Hauschild/Horteux: Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Fleißner: Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen. Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Hauschild/Horteux: Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Fleißner: Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen.
Lied: Ach bleib mit deiner Gnade EG 347,1-4
Nachspiel
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