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Kirchenfenster Abendmahlfenster

Abendmahlfenster

Abendmahlfenster

"Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht."

Auf der linken Seite der evangelischen Kirche Guldental befindet sich das Abendmahlsbild. An der oberen Schmalseite des Tisches sitzt Jesus in seinem roten Gewand. Seine Liebe zu uns Menschen ist so groß, dass sie sich selbst vergisst. Er hat von sich gesagt:

"Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." (Matthäus 20,28)

Auf dem Tisch stehen die beiden wichtigsten Dinge des Mahles: die Brotschale und der Kelch. Wie die Hände Jesu sind sie hell und klar durchleuchtet. Auffällig der in hellblau dargestellte Kelch. Er nimmt die Farbe aus der oberen Bildhälfte auf. Blau ist die Farbe der Treue und Unverbrüchlichkeit der göttlichen Freundschaft.

Auf dem Bild, welches das Kirchenfenster beschreibt, sind die Gesichter der Jünger ernst bis ratlos. Es scheint der Augenblick zu sein, wo Jesus sagt:

"Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer nach dem andern: Bin ich's?" (Markus 14,18-19)

Den Verräter, der unten rechts sich von der Tischgemeinschaft entfernen will, kann von der Hand seines Freundes nicht zurückgehalten werden. Diese so übergroße Liebe, die selbst den schuldig gewordenen Menschen die Freundschaft nicht aufkündigt, kann Judas nicht ertragen. Er trägt ein graublaues Kleid. Ein Hinweis, dass Gottes Treue ihn trotz alledem hält. Jochen Klepper hat es in die schönen Worte gefasst:

"Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht." (EG 16,4)

Erstellt: 9.1.2005
Zuletzt aktualisiert: 20.4.2011 22:03 Uhr
Redakteur (nicht zwingend Autor): Anders Grüning

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