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Kirchenfenster Der Gekreuzigte

Kirchenfenster "Der Gekreuzigte"

Kirchenfenster "Der Gekreuzigte"

Auf dem Kreuzigungsbild des Kirchenfensters "Der Gekreuzigte" tritt die besondere Intension des Künstlers sehr schön hervor. Jesus wird nicht als der schmerzverzerrte, ohnmächtiger Mensch dargestellt, wie es die Evangelisten Matthäus und Markus tun:

"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Matthäus 27,46/ Markus 15,34)

Jesus wird auch nicht als der sich in sein Sterben schickender Mann gezeigt, wie es der Evangelist Lukas tut:

"Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!" (Lukas 23,46)

Der Künstler stellt Jesus nach dem Johannesevangelium als den Erhöhten dar. Seine Hände sind zum Segen erhoben. Sein Kreuz steht auf der Weltkugel. Sonne und Mond sind als Zeichen der Schöpfung ihm zur Seite zugeordnet. Besonders die Farben sprechen hier eine theologische Sprache. Das Blau von oben nach unten weist auf Gottes Treue hin. Der Gekreuzigte ist Licht durchflutet nun ganz Gott, der für uns stirbt. Das Kreuz ist nicht braun, sondern grün.

Hier liegt der Ursprung aller christlichen Hoffnung. Hier stiftet Jesus inmitten des Todes neues Leben. So sagt er zu seiner Mutter:

"Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich." (Johannes 19,26-27)

Erstellt: 9.1.2005
Zuletzt aktualisiert: 20.4.2011 22:03 Uhr
Redakteur (nicht zwingend Autor): Anders Grüning

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