Predigt "Aufrecht stehen"
Predigt über Hebr 12,1-3 am 16.03.2008, Palmsonntag in der evangelischen Kirchengemeinde Windesheim-Guldental
Gehalten von der Studentin der Ev. Theologie Lisa Staaden, Guldental, z.Z., Studium in Bochum
Liebe Gemeinde,
Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von
Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht
umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer den vor uns liegenden Wettkampf laufen, indem wir auf Jesus hinschauen,
den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm
liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz
erduldete, und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern
gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet.
So steht es im Brief an die Hebräer, in Kapitel 12, die Verse 1 – 3.
Obwohl wir diesen Text innerbiblisch als Brief ansehen, handelt es sich hier nicht so sehr um einen Brief, als um die erste vollständig erhaltene urchristliche Predigt.
Der Verfasser, der vermutlich Vorsteher einer großen Gemeinde war, will die im Glauben bequem Gewordenen daran erinnern, dass es darauf ankommt, die Heilsbotschaft zu hören und den Geboten Jesu aktiv neu zu gehorchen. Er ruft seine Gemeinde auf, jede Bürde und die Sünde abzulegen, um mit Ausdauer den vor ihr liegenden Wettkampf zu laufen. Dieses Bild stammt aus der Welt des römisch-griechischen Kampfspiels. Jede Art von Ballast verbraucht bei
Gladiatorenkämpfen, beim Ringen, Fechten oder Speerwerfen nur unnötige Kräfte und Bequemlichkeit schwächt den Willen. Unter diesem Ballast leiden dann Ausdauer und Kondition.
Um den Ballast loszuwerden, der uns alltäglich hindert, soll sich die Gemeinde an Jesus orientieren. Sie soll sich ihn, der Ursache und Grund des Glaubens ist zum Vorbild nehmen; in seinem Leben, seinem Konsequenten Handeln und in seiner Hingabe. Der Vorsteher erinnert seine Gemeinde an die Nachfolge Jesu Christi, in die sie durch die Zeugen berufen ist, und fordert sie auf alles abzulegen, was sie daran hindern könnte. Soweit erscheint der Inhalt des Textes völlig klar und deutlich.
Wir sind Christen und als Christen sind wir in die Nachfolgeberufen. Das haben wir vermutlich alle schon oft gehört. Aber wem folgen wir da eigentlich nach?
Und warum sollen oder müssen wir das tun?
Worum geht es dabei?
Und ganz praktisch: Wie macht man das „nachfolgen“? Was ist das überhaupt? Was bedeutet es?
In der Lesung aus dem Johannesevangelium haben wir von Jesu Einzug nach Jerusalem gehört.
Die Menschen dort bereiten ihm unter „Hosianna“-Rufen einen triumphalen Empfang. Sie haben von seinen Wundertaten gehört und begrüßen ihn jetzt als Retter, als den Friedenskönig auf den sie hoffen, der wie einst Salomo, Davids Sohn auf einem Esel in
die Stadt kommt.
Bekennen wir also einen großen Wundertäter und triumphalen Gotteshelden?
Nein, das apostolische Glaubensbekenntnis spricht eine klare Sprache:
Wir bekennen den Gottessohn, der gelitten hat, den Gekreuzigten, der gestorben und auferweckt worden ist.
Warum sollen wir ihm nachfolgen?
Jesus selbst hat die Nachfolge immer klar gefordert.
Es ist das erste und das letzte, was er seinen Jüngern zu sagen hat. Folgt mir, sagt er in Markus 1 und beruft die vier Fischer Simon, der später Petrus heißen wird, Andreas, Jakobus und Johannes zu seinen Jüngern. Und Du sollst mir folgen, sagt er in Johannes 21 zu Petrus am See von Tiberias.
Daran, dass wir nachfolgen sollen besteht also kein Zweifel. Aber worum geht es dabei?
Wir bekennen in unseren Gottesdiensten den Gekreuzigten und auch Jesus selbst stellt die Nachfolge immer in direkten Zusammenhang mit seinem Leiden.
In Matthäus 10,38 sagt er: Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir auf meinem Weg folgt, ist es nicht wert zu mir zu gehören.
Offenbar geht es also darum, dem leidenden Gottessohn
nachzufolgen; dem nachzufolgen, der in Leid und Angst, in Mühsal, Scheitern und auch Gottesferne nie das Gottvertrauen verloren hat und der von den Toten auferstanden ist. Jesu erstaunliche Leistung liegt nicht in den Wundertaten, die man ihm zuschreibt. Seine Leistung liegt darin, dass in den Momenten, wo ihm hätten Zweifel an Gott kommen können, er den Glauben dennoch durchgehalten hat. Es geht hier nicht um das körperliche Leid, dass er erduldet hat.
Auch nicht um das psychische Leid – derartiges mussten und müssen auch andere Menschen immer wieder ertragen auf der Welt.
Jesu Leistung, in der es ihm nachzufolgen gilt ist sein
Glaube; ist der aufrechte unbeirrte Glaube, der auch in der größten Gottesverlassenheit noch durchgehalten wird.
So wird Jesus zum Vorbild und Grund des Glaubens, dem es nachzueifern gilt.
Lasst uns auf Jesus hinschauen, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat:
Der Prediger im Hebräerbrief fasst es zusammen: Es geht um den Glauben Jesu, an dem wir uns ein Beispiel nehmen sollen. Es geht um Jesu innere Haltung. Er erduldet das Kreuz und er achtet die Schande nicht.
Er nimmt sein Schicksal an und er steht über gesellschaftlichen Zwängen und Wirkungen- er lässt sich dadurch nie beirren. Jesus nachfolgen bedeutet also, ihm in seinem Glauben und seiner inneren Haltung zu Gott und den Menschen nachzueifern. Aber was bedeutet das praktisch, wie kann ich hier und heute nachfolgen? Kann ich als relativ glücklicher Mensch, dem es an nichts wirklich fehlt, überhaupt nachfolgen?
Sollen wir tatsächlich, wie man so schön sagt „das Kreuz auf uns nehmen“?
Paulus sagt im ersten Korintherbrief, dass die Botschaft vom Kreuzestod nach den Maßstäben der menschlichen Vernunft als bloße Torheit erscheint.
Indem Jesus nach Jerusalem einzieht begibt er sich direkt in das Zentrum staatlicher und auch religiöser Macht. Er begibt sich direkt in die Hände seiner Verfolger und eigentlich müsste man sagen: er rennt sehenden Auges in sein Unglück.
Darin liegt die Zwiespältigkeit von Palmsonntag: einerseits
beinhaltet er den triumphalen Einzug mit den Hosianna-Rufen, andererseits schwingt in den Hosianna-Rufen bereits das Potenzial für Jesu Tötung mit.
„Hosianna“ bedeutet hebräisch „hilf doch!“ Es ist also eigentlich kein Jubelruf, sondern ein Hilfeschrei an den Mann, der auf dem Esel durch Jerusalem reitet.
Die Menschen haben von Jesus gehört, der heilt, der sich mit gesellschaftlichen Außenseitern an einen Tisch setzt, der dem jüdischen Establishment den Spiegel vorhält. Dieser Mann zieht ins Zentrum religiöser und politischer Macht und wird mit offenen Armen empfangen.
Er wird begrüßt als Friedenskönig, der wie einst Salomo, Davids Sohn, auf einem Esel in die Stadt reitet.
Der Esel ist allerdings längst kein königliches Tier mehr, sondern Lastentier armer Leute. In römischer Zeit kommen Herrscher auf Pferden und mit Soldaten und nicht auf einem Esel.
Die Hoffnung auf den Friedenskönig, der die Macht übernimmt macht die Menschen jedoch blind für diese Realität. Deshalb liegt im Hilferuf „Hosianna“ bereits der Grund der Enttäuschung, der die Liebe in Hass
umschlagen lässt. Selbst in der größten Anerkennung liegt also schon die Wurzel der Verlassenheit und des Verrats. Und so steht Palmsonntag am Beginn der Karwoche.
Jesus weiß, was ihm bevorsteht. Bei Matthäus in Kapitel 20 steht
Und Jesus zog hinauf nach Jerusalem und nahm die zwölf Jünger
beiseite und sprach zu ihnen auf dem Wege: Siehe wir ziehen
hinauf nach Jerusalem und der Menschensohn wird den
Hohepriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden; und sie
werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den Heiden überantworten, damit sie ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen.
Paulus hat also Recht, wenn er sagt, dass dem nachzueifern nach dem Maßstab der menschlichen Vernunft Torheit ist. Sich bewusst in Gefahr zu begeben erscheint äußerst unvernünftig und wir alle würden wohl versuchen einen anderen von derart leichtsinnigem Verhalten abzubringen. Ebenso, wie wir uns selbst nicht in Gefahr bringen wollen. Das gebietet schon der eigene Selbsterhaltungstrieb.
Ist es also wirklich Torheit, was Jesus da tut?
Und meint Nachfolge, dass ich mich selbst in Gefahr bringen soll?
Wird von mir gefordert, dass ich es mir schlechter gehen lasse, auch wenn ich es besser haben könnte?
Der Gemeindevorsteher in unserem Predigttext charakterisiert Jesus als den, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete. Er „erduldet“ das Kreuz. Jesus bringt sich nicht selbst ans Kreuz; sucht es sich nicht aus. Er entzieht sich nur nicht; weicht nicht aus.
Er handelt danach, was sein Glaube ihm gebietet – unabhängig von den Konsequenzen.
Er reinigt den Jerusalemer Tempel, indem er die Händler
hinaustreibt - ganz gleich, was andere davon halten.
Weiter wird in unserem Text über Jesus gesagt: Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat...
Noch am Kreuz hängend bittet Jesus für seine Peiniger Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. So steht es in Lukas 23.
Noch in der größten Anfechtung aufrecht zu stehen, darin liegt die große Erhabenheit des Gekreuzigten.
Hier liegt in der absoluten Erniedrigung die absolute Größe.
Jesus opfert sich und gibt auch in der Gottverlassenheit seinen Glauben nicht preis. Der, der ohne Fehl ist, stirbt den Tod eines Geächteten.
Opferbereitschaft ist also ein wichtiger Aspekt der Nachfolge Jesu.
Opferbereitschaft bedeutet auch die Bereitschaft aufrecht für das einzustehen, was man glaubt - wider alle Bequemlichkeit, wider alle Furcht, wider das Bedürfnis nach Anerkennung und Sicherheit.
Nachfolge bedeutet natürlich auch die Gebote Jesu zu halten. Das Liebesgebot, das er in Matthäus 22 als das wichtigste nennt, umzusetzen.
Indem wir das tun, treten wir aus der Selbstbezogenheit heraus. Unserem menschlichen Bedürfnis nach Anerkennung, Reichtum und Macht, unserem Egoismus, dem stellt Jesus die Nächstenliebe gegenüber.
Dem nachzufolgen kann Befreiung sein, denn es befreit von der weltlichen Macht des Habens und des Seins.
Das soll nicht bedeuten, dass ein Leben in Wohlstand an sich etwas Schlechtes sei. Es geht viel mehr darum, ob das „haben wollen“ die Maxime unseres Lebens ist, oder ob wir etwas Höheres finden.
Bei Matthäus im Kapitel 16 steht: Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Aber wer sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es gewinnen.
Was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber zuletzt sein Leben verliert? Womit will er es dann zurückkaufen?
Die Nachfolge ist eine Entscheidung. Niemand wird in die Nachfolge gezwungen, aber wer sich darauf einlässt begibt sich auf einen Weg. Auf diesem Weg wird das Leben gewonnen. Wie kann ich persönlich, wie können sie, wie können wir alle nun Nachfolge leben? Wie trägt man denn heute das Kreuz? Oder besser, was ist heute das Kreuz? Eine Gesellschaft, in der vor allem die wirtschaftliche
Leistungskraft eines Menschen seinen „Wert“ bestimmt, fallen Menschen, die nicht bereit sind, sich auch mit den Ellenbogen durchzusetzen, auf. Wer dabei nicht mitmacht wird es in dieser Gesellschaft aller Wahrscheinlichkeit nach nicht weit bringen. Er wird am Rande stehen und kein hohes Ansehen genießen. Vielleicht findet man ihn einfach etwas merkwürdig, vielleicht ist er aber auch der Freak.
Die Nachfolge, das Nacheifern im Glauben und das Umsetzen des Liebesgebotes machen einen zum gesellschaftlichen Außenseiter. Deshalb gehört es zur Nachfolge dazu, das Kreuz zu tragen. Praktisch verwirklicht sich Nachfolge in der Solidarität. In der Solidarität mit den Armen, mit gesellschaftlichen Außenseitern, mit denen, die am Rande stehen – so wie Jesus es vorgelebt hat. Das auch gegen Widerspruch zu tun, erfordert Mut und Festigkeit.
Ich wünsche uns allen, dass wir den Mut und den Glauben
aufbringen, uns auf die Torheit einzulassen, dass wir aufrecht stehen und uns nicht beirren lassen. Daher möchte ich schließen, wie ich begonnen habe, mit den Worten an die Hebräer:
Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer den vor uns liegenden Wettkampf laufen, indem wir auf Jesus hinschauen, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete, und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Amen.
Liturgie
Orgelvorspiel
Begrüßung
„Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Mit dieser Huldigung begrüßte das Volk den einziehenden Jesus in Jerusalem, dessen wir heute - am Beginn der Karwoche - gedenken. Doch der weitere Weg, der ihm bevorsteht, führt Jesus zur Selbst-Hingabe, ins Leiden, ans Kreuz. Heute begrüßen wir ihn als unsren König, obwohl wir wissen, dass seine Krone aus Dornen ist und sein Thron das Kreuz. Wir folgen ihm durch diese Woche von der Herrlichkeit der Palmen zur Herrlichkeit der Auferstehung auf einem dunklen Weg durch Leiden und Tod hindurch. Verbunden mit ihm in seinem Leiden, hoffen wir, auch Auferstehung und neues Leben mit ihm zu teilen.
Abkündigungen
Lied: Tochter Zion freue dich EG 13,1-3
Im Namen des Vaters….
Der Herr sei mit euch
Gem.: und mit deinem Geist
Psalm 69 im Wechsel mit der Gemeinde EG 732.2
Gem.: Du schöner Lebensbaum EG 96,1+2
Eingangsgebet
Sein Weg führt Jesus nach Jerusalem hinauf. Unsere Wege - wohin können sie uns führen? Wie oft, dass wir auf der Stelle treten, dass wir stecken bleiben im Gestrüpp unserer Erfahrungen. dass wir - von Problemen eingeholt - keinen Weg mehr sehen. - Sein Weg führt Jesus über die vielen Wege dieser Welt. Ob wir ihm begegnen auf unserem Weg? - Darum rufen wir:
Herr, erbarme dich EG 178.11
Sein Weg führt Jesus nach Jerusalem hinauf. Unsere Wege - welche Wahrheit lehren sie uns, wenn er beim Einzug umjubelt und zuletzt ganz verlassen wird? Kann er uns Weggefährte sein und Leidensgenosse? Können wir uns an ihn halten, wo wir an uns selbst verzweifeln? Werden wir bestärkt und ermutigt in seiner Nähe? Sein Weg führt Jesus bis ans Kreuz. Ob wir ihm begegnen auf unserem Weg? - Darum rufen wir:
Herr, erbarme dich EG 178.11
Sein Weg führt Jesus nach Jerusalem hinauf. Unsere Wege - wie gehen sie weiter? Gott mache uns den Gekreuzigten zum rettenden Zeichen bei aller Bedrohung und allem Vergehen. Er sei uns Hoffnung, dass wir nicht ausgeliefert und verloren sind. Er stehe da als eindeutiges Signal Gottes für uns, dass wir zurückgeholt werden ins Leben durch seine Liebe. Sein Weg führt Jesus vom Tod zum Leben. Ja, dass wir ihn begegnen auf unserem Weg - darum rufen wir:
Herr, erbarme dich EG 178.11
Zuspruch
Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3,15.16)
Gem.: Du schöner Lebensbaum EG 96,3+4
Kollektengebet
Beten wir zu Gott, dass uns in der Stille sammle: - Stille -
Gott, groß in der Erniedrigung des Gekreuzigten, mit Staunen stehen wir vor diesem Geheimnis. Was sollen wir anfangen mir dir? Was willst du anfangen mit uns? Sammle unsere Gedanken und Gefühle. Sammle uns um dein Wort, damit wir berührt werden und etwas begreifen, von deiner Größe in der Erniedrigung Jesu, deines Sohnes, unsres Herrn.
Gem.: Amen.
Schriftlesung: Jesaja 50,4-9
Gem.: Du schöner Lebensbaum EG 96,5+6
Evangeliumslesung steht bei Johannes 12,12-19
Gem.: Ehr sei dir, o Herre
Lesung
Gem.: Lob sei dir o Christe
Lied: Jesu, deine Passion EG 88,1-3
Predigt: Hebräer 12,1-3
Lied: Holz auf Jesu Schulter EG 97,1-3
Gedächtnis der Verstorbenen
Glaubensbekenntnis
Lied: Holz auf Jesu Schulter EG 97, 4-6
Fürbitten
1. Ewiger Gott. Du bist dir nicht zu schade gewesen, in Christus den Weg zu uns Menschen auf dich zu nehmen - hinein in eine Welt, in der sich so viel Bedrückung findet: Vergeblichkeit, Unrecht, Leiden und Schmerz, Versagen, Schuld und Tod. Doch Christus ist seinen Weg in Liebe zu uns Menschen bis zum bitteren Ende gegangen und hat sich hingegeben bis ans Kreuz.
2. Christus ruft uns auf seinen Weg, doch uns überkommt oft Angst, ihm zu folgen.
Wir möchten lieber eigene Träume verwirklichen. Wir verschließen unsere Augen oft vor der Wirklichkeit und möchten deine Weisung zur Liebe nicht gelten lassen.
Öffne uns das Ohr, dass wir hören, so wie Jünger hören. Gestalte du unser Leben,
dass es Zeugnis geben kann von unserem Glauben. Führe uns zu Christus hin.
1.Wir bitten für die Leidenden in aller Welt: Wir nennen dir heute besonders die Hungernden, die Unterdrückten, die Überarbeiteten, die Verachteten,
die Ausgegrenzten, die Gequälten und Misshandelten, die Angstvollen und Misstrauischen, die Einsamen, die Verlassenen, die Kleinmütigen, die Zweifelnden,
die Hoffnungslosen, die Kranken, die Sterbenden, die Trauernden.
2.Lehre uns, tiefer deinen Willen zu erkennen. Hilf uns, überzeugender deine Wahrheit zu verkünden. Stehe uns bei in unseren Versuchen, mit dem Glauben Ernst zu machen. Stärke in uns Hoffnung und Mut. Lass Liebe unter uns gelingen.
Und alles, was uns bewegt. Legen wir in die Worte, die Jesus uns gelehrt hat:
Vaterunser
Segen
1. Herr, wir leben hier - 2. segne uns.
1. Du schickst uns in die Welt - 2. behüte uns.
1. Du gibst uns Aufgaben - 2. lass dein Angesicht über uns leuchten.
1. Wir versagen oft - 2. sei uns gnädig.
1. Wir fühlen uns oft allein - 2. erheb dein Angesicht auf uns.
Gib uns und der Welt Frieden. Amen.
Lied: Unfriede herrscht auf Erden EG 671,1-3
Orgelnachspiel