Predigt "Der einzige Weg ist Jesus"
Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.
Mal ehrlich, liebe Gemeinde, wer von Ihnen glaubt eigentlich noch den Aussagen und Versprechungen unserer Politiker? ― In der Politik wird alles, ohne Ausnahme, immer wieder alles schön geredet.
Dabei kommen ganz selten, gezielte und auch bewusste Lügen über die Lippen unserer Politiker. Hinter ihren Schönfärbereien verstecken sich mit Sicherheit oft materielle Gründe, Eigennutz oder Popularitätsstreben.
Die subjektive Ehrlichkeit unserer Politiker ist nur ganz selten anzufechten. Allen Ernstes sind sie davon überzeugt die Wahrheit zu sagen und dabei merken sie überhaupt nicht, dass sie im Grunde bloß ihre Wunschträume verkünden.
Ja, sie verkündigen genau das, was sie sich als gute Patrioten ganz persönlich und uns, dem Volk, wünschen. Nein, unsere Politiker betrügen nicht bewusst, sondern sind selbst in die Illusionen ihrer Wünsche verstrickt.
Und dann höre ich die, die uns immer wieder versuchen zu beruhigen. Sie machen ihr Unbewusstes zu Gott. Was in ihnen hochkommt, erklären sie als Gottes Wort. Sie reden von Gott und merken nicht, dass sie nur von ihren eigenen Wünschen reden. Ihr Gott ist ein Scheingott. Und das Gefährliche daran ist, das wir geneigt sind diesen Predigern zu glauben. Aus ihnen spricht die Stimme der menschlichen Natur und sie findet ihr Echo in uns.
Aber dem echten Wort Gottes dem ist sehr schwer zu glauben und es trifft auf starken Widerstand in uns. Mitten in unsere Besonnenheit und Ruhe bricht es als Ruhestörer herein. Und mitten in unserer Hoffnungslosigkeit gibt es uns Hoffnung.
Ja, liebe Gemeinde, die falschen Götter, sie finden eher bei uns Anerkennung und Zuneigung, weil diese uns aus dem Herzen sprechen.
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Jeremias 23,16-29
16 Der Herr, der Herrscher der Welt, sagt: „Hört nicht auf das, was die Propheten euch verkünden! Sie halten euch zum Narren. Sie sagen euch, was ihr Herz ihnen eingibt, nicht was sie aus meinem Mund gehört haben.
17 Denen, die meine Warnungen nicht ernst nehmen, wagen sie zu verkünden: Der Herr sagt: Es wird euch blendend gehen, und selbst denen, die ihrem eigensinnigen und bösen Herzen folgen, sagen sie: „Ihr habt nichts Schlimmes zu befürchten.“
18 Keiner dieser Propheten hat je in meiner Ratsversammlung gestanden und von meinen Plänen gehört; keiner hat erfasst, was ich will!“
19 Wie ein verheerender Sturm wird der Zorn des Herrn losbrechen und alle Schuldigen treffen.
20 Er wird nicht aufhören zu wüten, bis alles ausgeführt ist, was der Herr sich vorgenommen hat. Erst wenn es zu spät ist, werdet ihr zur Einsicht kommen und alles begreifen.
21 „Ich habe diese Propheten nicht geschickt,“ sagt der Herr, „und doch sind sie losgelaufen; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, und doch reden sie und berufen sich dabei auf mich.
22 Wenn sie in meiner Ratsversammlung gestanden hätten, dann müssten sie meinem Volk doch verkünden, was ich gesagt habe; sie müssten es dazu anhalten, sein Leben und Tun zu ändern!“
23 Der Herr sagt: „Ich bin nicht der nahe Gott, über den ihr verfügen könnt, ich bin der ferne Gott, der über euch verfügt
24 Niemand kann sich so gut verstecken, dass ich ihn nicht doch entdecken würde. Es gibt keinen Ort im Himmel und auf der Erde, an dem ich nicht wäre!“
Weizen und Spreu unterscheiden!
25 Der Herr sagt: „Ich habe das Gefasel dieser Propheten gehört. 'Ich hatte einen Traum, ich hatte einen Traum!' sagen sie und wollen damit das Volk glauben machen, dass sie in meinem Auftrag reden. Aber alles, was sie vorbringen, ist Lug und Trug.
26 Wie lange soll das noch so weitergehen? Was haben diese Propheten damit im Sinn, da sie Lügen verbreiten, ihre eigenen Hirngespinste?
27 Mit ihren Träumen, mit denen einer vor dem andern grosstut, verfolgen sie nur ein Ziel: Mein Volk soll mich vergessen, genauso wie ihre Vorfahren mich vergaßen und sich dem Götzen Baal zuwandten!
28 Der Prophet, der einen Traum hatte, kann auch nur seinen Traum erzählen; aber der, zu dem ich gesprochen habe, der wird zuverlässig mein Wort ausrichten. Man wird doch noch Weizen und Spreu unterscheiden können“, sagt der Herr.
29 „Mein Wort brennt wie Feuer. Es ist wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt!
Gute Nachricht 1997
Die Worte, die wir in der heutigen Zeit hören, sind viel lauter und auch viel aggressiver. Und über die Massenmedien dringen sie morgens, mittags, abends, ja sogar in der Nacht, wenn wir nicht schlafen, in unsere Ohren. So frage ich mich, wie kann da noch Gottes Wort, welches in der Bibel steht oder von den Kanzeln gepredigt wird überhaupt noch mithalten?
Gott, liebe Gemeinde, will sein Wort nicht in unsere Gehirne pressen oder gar in unsere Herzen hämmern. Nein, das ist nicht sein Wille. Gott will uns verwandeln.
So wie ein schwerer Felsen, allem Anschein nach nutzlos oder vielleicht quer in der Gegend steht und wenn er dann abgesprengt ist und in Stücke zerlegt ist und eventuell zu einem Hausbau verwendet wird, so verwandelt uns Gottes Wort, die wir auch so oft unnütz, bis zur Vollendung unseres Lebens, herum stehen, zu seinem Kind.
Wir dürfen ihm gehören und haben damit eine ewige Bestimmung für hier und heute und ebenso für die Zeit danach erlangt. Sind wir noch Felsblöcke, oder sind wir bereits zum Hausbau verwendet worden?
Unsere Wandlung, unsere Rettung kommt durch das Wort Gottes, durch sonst nichts. Lassen Sie mich noch einen Schritt weitergehen, liebe Gemeinde, unsere Wandlung, unsere Rettung, sie kommt durch Jesus Christus, das fleischgewordenen Wort Gottes und durch niemanden sonst. Er selbst hat es gesagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15, 5)
Jesus Christus ist, so denke ich, der einzige Weg, der aus allem Untergang zur Rettung führt, die Gott für uns vorgesehen hat.
Gott, liebe Gemeinde, will sein Wort nicht in unsere Gehirne pressen oder gar in unsere Herzen hämmern. Nein, das ist nicht sein Wille. Gott will uns verwandeln.
Seine unbequemen, warnenden und ebenso eindeutigen Worte, die uns aus unseren falschen Illusionen herausreißen, um uns zum Leben hin zu verändern, gerade dieses, sein Wort erweist sich als zuverlässig und kraftvoll.
Die Kraft seiner Worte wird unsere Kraft sein diese Welt nach unseren Maßstäben und Werten, die Jesus Christus durch sein Leben gesetzt hat, mitzugestalten.
Das kann Gottes Wort tun. Denn er selbst spricht und wenn er spricht, dann handelt er auch. Gott will an uns handeln und uns verwandeln. Hat er es schon getan?
Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus Amen.