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Gottesdienst - Treffpunkt Gottesdienst - Blickwechsel

1. Vorspiel

 

2. Begrüßung

 

Perspektivwechsel – dazu laden wir Sie und Euch heute Morgen ein. Das beginnt, dass ich mich mal umdrehe und meinen Hintermann, meine Hinterfrau mit einem freundlichen „Hallo“ begrüße.  -  Pause -
Prima und nun mal nach rechts oder nach links geschaut und ebenfalls „Hallo“ gesagt.
-  Pause -
Blickwechsel – haben Sie, habt ihr  schon bemerkt. Heute werden zwei Kinder getauft: den kleinen Lennard und die große Victoria. Euch ein ganz besonders herzliches Willkommen.

Blickwechsel – dazu lädt uns Gott ein. Der Wochenspruch steht in Lukas 19,10:

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Darum lasst uns einstimmen in das erste Lied.

 

3. Lied:  Singet dem Herrn ein neues Lied 

 

4. Liturgischer Gruß
Im Namen Gottes, der uns und unsere Welt mit dem Blick der Hoffnung begegnet,
im Namen Jesu Christi, der uns mit dem Blick der Liebe begegnet und
im Namen des Heiligen Geistes, der unseren Blick neu aus richtet auf Gott, auf mich und meinen Nächsten und die Welt.
Für diesen Blickwechsel nehmen wir uns Zeit, damit wir  als Einzelne und als Gemeinde vor Gott zur Ruhe kommen.

 

5. Psalm 95 im Wechsel mit Lied: nun jauchzt dem Herren alle Welt

Sprecher/in:
Kommt herzu! Lasst uns den Herrn frohlocken und jauchzen dem Hort unseres Heils! Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen.

Gemeinde:
Nun jauchzt dem Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.

Sprecher/in:
Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter. Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.

Gemeinde:
Erkennt, dass Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat.

Sprecher/in:
Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat. Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.

Gemeinde:
Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit
zu führen stets auf gute Weid.

 

6. Kyriegebet mit Zwischenruf:

Sprecher/in:
Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet: Verstocket euer Herz nicht.

Gemeinde:
Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite: Herr, erbarme dich. Wandle sie in Weite: Herr, erbarme dich.

Sprecher/in:
Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens!

Gemeinde:
Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt, bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke: Herr, erbarme dich. Wandle sie in Stärke: Herr, erbarme dich.

Sprecher/in:
In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören!
Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust.

Gemeinde:
Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme: Herr, erbarme dich. Wandle sie in Wärme: Herr, erbarme dich.

Sprecher/in:
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.

Gemeinde:
Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat: Herr, erbarme dich. Wandle sie in Heimat: Herr, erbarme dich.

 

7. Zuspruch
Die ihr wollt bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang zu seinem Vorhof mit Gesang.

 

8. Lied: Wir strecken uns nach dir
1. Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit.
Wir trauen uns zu dir, in dir wohnt die Barmherzigkeit.
Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen. Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.
2. Wir öffnen uns vor dir, in dir wohnt die Wahrhaftigkeit.
Wir freuen uns an dir, in dir wohnt die Gerechtigkeit.
Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen. Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.
3. Wir halten uns bei dir, in dir wohnt die Beständigkeit.
Wir sehnen uns nach dir, in dir wohnt die Vollkommenheit.
Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen. Halleluja. Amen. Halleluja. Amen.

 

9. Lesung aus Lukas 15,1 – 7: Das verlorene Schaf

1 Eines Tages waren wieder einmal alle Zolleinnehmer und all die anderen, die einen ebenso schlechten Ruf hatten, bei Jesus versammelt und wollten ihn hören.
2 Die Pharisäer und die Gesetzeslehrer murrten und sagten: »Er lässt das Gesindel zu sich! Er isst sogar mit ihnen!«
3 Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis:
4 »Stellt euch vor, einer von euch hat hundert Schafe und eines davon verläuft sich. Lässt er dann nicht die neunundneunzig allein in der Steppe weitergrasen und sucht das verlorene so lange, bis er es findet?
5 Und wenn er es gefunden hat, dann freut er sich, nimmt es auf die Schultern
6 und trägt es nach Hause. Dort ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: 'Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf wieder gefunden!'
7 Ich sage euch: Genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt,  als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.«

 

10. Kirchenchor: I will follow him

 

11.  Blickwechsel I: Vexierbilder
1. Betrachten lassen
2. Frage: Was sehen Sie?
3. Fazit: Es kommt auf den Blick an? Was will ich sehen? Was nicht! Darum gilt: Beim zweiten Mal sieht man besser

 

12.  Kirchenchor. Ich lobe meinen Gott

 

13. Blickwechsel II:

Wie das im alltäglichen Leben aussieht, wen wir andere nur aus einem Blickwinkel ansehen,  hat der Schriftsteller  Max Frisch in seiner nach dem 2. Weltkrieg geschriebenen Erzählung „Der andorranische Jude“ festgehalten:

In Andorra (damit ist ein fiktiver Ort gemeint) lebte ein junger Mann, den man für einen Juden hielt. Überall erwartete ihn das fertige Bildnis. Beispielsweise ihr Misstrauen gegenüber seinem Gemüt, das ein Jude, wie auch die Andorraner wissen, nicht haben kann. Er wird auf die Schärfe seines Intellektes verwiesen, der sich eben dadurch schärft, notgedrungen. Oder sein Verhältnis zum Geld, das in Andorra auch eine große Rolle spielt: er wusste, er spürte, was alle wortlos dachten; er prüfte sich, ob es wirklich so war, dass er stets an das Geld denke, er prüfte sich, bis er entdeckte, dass es stimmte, es war so, in der Tat, er dachte stets an das Geld. Er gestand es; er stand dazu, und die Andorraner blickten sich an, wortlos, fast ohne ein Zucken der Mundwinkel. Auch in Dingen des Vaterlandes wusste er genau, was sie dachten; sooft er das Wort in den Mund genommen, ließen sie es liegen wie eine Münze, die in den Schmutz gefallen ist. Denn der Jude, auch das wussten die Andorraner, hat Vaterländer, die er wählt, die er kauft, aber nicht ein Vaterland wie wir, nicht ein zugeborenes, und wiewohl er es meinte, wenn es um andorranische Belange ging, er redete in ein Schweigen hinein, wie in Watte. Später begriff er, dass es ihm offenbar an Takt fehlte, ja, man sagte es ihm einmal rundheraus, als er, verzagt über ihr Verhalten, geradezu leidenschaftlich wurde. Das Vaterland gehörte den andern, ein für allemal, und dass er es lieben könnte, wurde von ihm nicht erwartet, im Gegenteil, seine beharrlichen Versuche und Werbungen öffneten nur eine Kluft des Verdachtes; er buhlte um eine Gunst, um einen Vorteil, um eine Anbiederung, die man als Mittel zum Zweck empfand auch dann, wenn man selber keinen möglichen Zweck erkannte. So wiederum ging es, bis er eines Tages entdeckte, mit seinem rastlosen und alles zergliedernden Scharfsinn entdeckte, dass er das Vaterland wirklich nicht liebte, schon das bloße Wort nicht, das jedes Mal, wenn er es brauchte, ins Peinliche führte. Offenbar hatten sie Recht. Offenbar konnte er überhaupt nicht lieben, nicht im andorranischen Sinn; er hatte die Hitze der Leidenschaft, gewiss, dazu die Kälte seines Verstandes, und diesen empfand man als eine immer bereite Geheimwaffe seiner Rachsucht; es fehlte ihm das Gemüt, das Verbindende; es fehlte ihm, und das war unverkennbar, die Wärme des Vertrauens. Der Umgang mit ihm war anregend, ja, aber nicht angenehm, nicht gemütlich. Es gelang ihm nicht, zu sein wie alle andern, und nachdem er es umsonst versucht hatte, nicht aufzufallen, trug er sein Anderssein sogar mit einer Art von Trotz, von Stolz und lauernder Feindschaft dahinter, die er, da sie ihm selber nicht gemütlich war, hin und wieder mit einer geschäftigen Höflichkeit überzuckerte; noch wenn er sich verbeugte, war es eine Art von Vorwurf, als wäre die Umwelt daran schuld, dass er ein Jude ist
Die meisten Andorraner taten ihm nichts. Also auch nichts Gutes.

Auf der andern Seite gab es auch Andorraner eines freieren und fortschrittlichen Geistes, wie sie es nannten, eines Geistes, der sich der Menschlichkeit verpflichtet fühlte. sie achteten den Juden, wie sie betonten, gerade um seiner jüdischen Eigenschaften willen, Schärfe des Verstandes und so weiter. Sie standen zu ihm bis zu seinem Tode, der grausam gewesen ist, so grausam und ekelhaft, dass sich auch jene Andorraner entsetzten die es nicht berührt hatte, dass schon das ganze Leben grausam war. Das heißt, sie beklagten ihn eigentlich nicht, oder ganz offen gesprochen - sie vermissten ihn nicht - sie empörten sich nur über jene, die ihn getötet hatten, und über die Art, wie das geschehen war, vor allem die Art.

Man redete lange davon. Bis es sich eines Tages zeigt, was er selber nicht hat wissen können, der Verstorbene, dass er ein Findelkind gewesen, dessen Eltern man später entdeckt hat, ein Andorraner wie unsereiner.

Man redete nicht mehr davon. Die Andorraner aber, sooft sie in den Spiegel blickten, sahen mit Entsetzen, dass sie selber die Züge des Judas tragen, jeder von ihnen.

Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es, von Gott. Es dürfte auch in diesem Sinne gelten. Gott als das Lebendige in jedem Menschen, das, was nicht erfassbar ist. Es ist eine Versündigung, die wir, so wie sie an uns begangen wird, fast ohne Unterlass wieder begehen - Ausgenommen wenn wir lieben.

 

14.  Gemeinde: Ich lobe meinen Gott


15. Blickwechsel III
Heute werden in diesem Gottesdienst 2 Kinder getauft. Der kleine Lennard und die große Victoria. Beide haben ihren eigenen Blick auf diese Welt,
Lennard entdeckt jeden Tag etwas Neues. Was er sieht, danach greift er, will begreifen, was es ist, wie es sich anfühlt, will prüfen, ob es essbar ist. Was er hört, zeigt sich an seinem Verhalten. Es gibt Stimmen,  die sind ihm längst vertraut, z.B. die seiner Eltern. Es gibt Geräusche, da spürt er, das tut mir gut, z.B. wenn die Spieluhr aufgezogen wird. Da kann er beruhigt einschlafen. Du wirst bald lernen, genau hinzusehen, wenn du an einer Straße sehen wirst, um sie zu überqueren, da heißt es: Gut aufzupassen und nach rechts und links zu sehen und dann, wenn kein Auto kommt, erst zu gehen. Da wirst Du lernen: Blickwechsel ist lebenswichtig!
Du, liebe Victoria, hast schon viel entdeckt, bist schon aus diesem Alter längst entflohen, hast die Grundschule bald  gemeistert und gehst demnächst auf eine weiterführende Schule.  Drei „T“s sind Dir wichtig: tanzen, Tennis spielen und turnen. Da ist es z. B. beim Tennis wichtig, dass Du stets den Ball im Auge behältst, dass Du blitzschnell wechselst, um den Ball zurückzuschlagen.
Wenn Ihr heute beide getauft werdet, dann vollzieht sich auch ein Blickwechsel. Mit der Taufe schenkt uns Gott einen neuen Blick auf uns:

1. Du bist einmalig. Unter diesem Blickwinkel steht Dein Leben. Du bist mehr als nur ein kleines Kind, mehr als nur eine heranwachsende Jugendliche. Ihr habt je einen eigenen Vornamen. Du heißt Lennard. Er bedeutet: stark wie ein Löwe. Auf den ersten Blick  sehen wir nur ein kleines Kind.  Da braucht es schon einen zweiten Blick, um zu erkennen, ob er so stark wie ein Löwe sein kann. Da heißt es immer wieder hinsehen.
Du heißt Victoria. Das bedeutet: Die Siegerin. Nicht immer bist Du Siegerin. Manchmal verlierst Du auch, z.B. beim Wettrennen oder beim Spiel. Da braucht es einen zweiten Blick, um zu erkennen, wie gehe ich mit meinen Niederlagen um. Versuche ich es nochmals oder werfe ich alles hin. Da zeigt sich, ob Du eine wahre Siegerin bist, indem  Du Deine Niederlage akzeptierst und wie Du aus Fehlern lernst.

2. Du bist wertvoll. Unter diesem Blickwinkel steht Dein Leben. So sieht Dich Gott an. Du wirst mit Wasser getauft. Wasser ist die Grundlage des Lebens. Wir brauchen es zum Kochen, zum Trinken und zum Waschen. Gott schenkt uns sein Lebenswasser. Das ist sein Wort. Darum erhältst Du einen Taufspruch. Er sagt Dir so wertvoll bist Du in Gottes Augen.
Lennard erhält seinen Taufspruch aus dem Johannesevangelium:

Jesus spricht: Ich bin das  Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Victorias Taufspruch lautet:

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
(1. Samuel 16,7)

3. Du bist Gottes Kind. Unter diesem Blickwinkel steht Dein Leben. Und Gott ist Dir nah wie ein Vater, der Dich begleitet auf Deinem Lebensweg. Seine Freundschaft stärkt Dich, dass Du wie ein Löwe stark sein kannst. Sein Wort tröstet Dich, so dass Du wieder lachen kannst und fröhlich in die Welt schauen kannst. Die Geschichte von dem verlorenen Schaf zeigt Dir, dass Gott keinen aus dem Blick verliert. Er achtet besonders auf die, die sich verlaufen haben, die sich verstrickt haben. Er lässt niemanden einfach liegen. Er übersieht keinen. Er hilft und tröstet. Ja, er trägt uns durch das Leben. Du bist immer eine Siegerin, denn Gott steht zu Dir.

4. Unter Gottes Blickwinkel steht also Dein Leben:
Du bist einmalig. Du bist wertvoll. Du bist sein Kind.
Ich wünsche Euch beiden, dass Ihr immer wieder so euch selbst und die anderen ansehen könnt. Dann gelingt Euer und unser aller Leben.

 

16.  Kirchenchor: Ich lobe meinen Gott


17.  Hinführung zur Taufe


18.  Lied: Vergiss es nie


19.  Glaubensbekenntnis


20.  Kirchenchor: Meine Zeit


21.  Taufen   dazwischen das Lied des Kindergottesdienstes: Halleju


22.  Lied: Ein Team, das sich Gemeinde nennt


23.  Fürbittengebet
1.  Gott, unser Vater, du lässt deine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte. Wir bitten dich in unseren Anliegen:
Wir beten für alle Menschen, denen die Zukunft deiner Kirche am Herzen liegt, die sich Gedanken und Sorgen machen. Gib ihnen Vertrauen und Zuversicht und gute Ideen.
Gott, unser Vater:
(A): Wir bitten dich, erhöre uns

2. Wir beten für die Menschen, die in der Kirche leben und arbeiten und manches Mal an die Grenze kommen, wo sie nicht mehr weiter wissen. Vergilt ihnen alle Mühe und schenke ihnen neue Freude und Erfolge in ihrem Dienst. Gott, unser Vater:
(A): Wir bitten dich, erhöre uns.

3. Wir beten für alle, die Macht haben in dieser Welt, in der Wirtschaft, in der Politik; und auch für die Reichen wollen wir beten, dass sie ihre Güter einsetzen zum Wohl der Menschen, für Arbeitsplätze, Hilfseinrichtungen und andere gute Werke.
Gott, unser Vater:
(A): Wir bitten dich, erhöre uns

4. Wir bitten für alle Menschen, die nicht mehr glauben können, die von der Kirche enttäuscht sind und sich entfernt haben. Gib ihnen neues Vertrauen in deine Gegenwart, trotz aller Grenzen der Kirche. Gott, unser Vater:
(A): Wir bitten dich, erhöre uns

5. Wir beten für alle Leidenden, Kranken und Sterbenden. Sie sind dir immer besonders wichtig. Öffne unsere Augen für alle Not in unserem nächsten Umfeld. Gott, unser Vater: (A): Wir bitten dich, erhöre uns

6. Diese und alle unsere Sorgen, Bitten und Anliegen vertrauen wir dir an, himmlischer Vater, durch Christus unseren Herrn.

 

24.  Vaterunser


25.  Segen

1. Keinen Tag soll es geben,  da du sagen musst: 
Niemand ist da, der mir die Hände reicht.
Keinen Tag soll es geben,  da du sagen musst:
Niemand ist da, der mit mir Wege geht.
 
2. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mich mit Kraft erfüllt.
Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
Niemand ist da, der mir die Hoffnung stärkt.
 
3. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
 Niemand ist da, der mich mit Geist beseelt.
 Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst:
 Niemand ist da, der mir das Leben schenkt.

4. Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft,
der halte   unsren Verstand wach und unsre Hoffnung groß,
und stärke unsre Liebe.
So segne uns der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

26.  Einladung zum Essen


27.  Lied: Möge die Straße
1. Möge die Straße uns zusammen führen Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in Deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf Deine Felder
und warm auf Dein Gesicht der Sonnenschein.
Refrain:
Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand; und bis wir uns
Wieder sehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand.
2. Führe Die Straße, die Du gehst immer nur zu Deinem Ziel bergab;
hab wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
Refrain: Und bis wir...
3. Hab unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt Du bist schon tot.
Refrain: Und bis wir...
4. Bis wir uns mal wieder sehen, hoffe ich , dass Gott Dich nicht verlässt;
er halte Dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust Dich nicht zu fest.
Refrain: Und bis wir...

 

28.  0rgelnachspiel

Liturgie

Wochenspruch:

Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Luk 19,10

Kyrie

Gott,
wir rufen oft nach Gerechtigkeit ...
und wollen uns doch nur rechtfertigen.
Wir zeigen oft mit dem Finger auf andere ...
und wollen doch nur von uns selbst ablenken.
Wir empören uns oft wortreich ...
und verschweigen unsere eigenen Unzulänglichkeiten.
Hilf uns,
zu uns selbst zu stehen ...
Kyrie Eleison ...

Kollektengebet

Gott,
dein Sohn ist gekommen,
uns,
die wir verloren sind,
zu suchen
und zu retten.
Dafür danken wir dir.
Hilf uns,
mit dieser Gewissheit zu leben
und jedem scheinbar Verlorenen so zu begegnen,
als sei er gerettet.
Das bitten wir dich,
der du mit dem Sohn und dem heiligen Geist
lebst und regierst
von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Fürbitten

Wir bitten dich,
Gott,
für jene,
die Schuld auf sich geladen haben.
Nimm ihnen ihre Last
und befreie sie
zu einem neuen Leben.
Wir bitten dich für jene,
die unter dem Schuldigwerden anderer leiden.
Bleibe bei ihnen
und lass sie nicht verbittern.
Wir bitten dich für jene,
die sich über andere erheben,
die richten
anstatt zu vergeben,
die verurteilen
anstatt anzunehmen,
die reden
anstatt zuzuhören,
die vorschnell antworten
anstatt zu fragen.
Lass sie erkennen,
dass wir alle
auf deine Gnade angewiesen sind.
Wir bitten dich für uns,
dass wir aus deinem Wort leben,
auf deine Liebe vertrauen
und deiner Gerechtigkeit zutrauen,
das Antlitz dieser Welt zu verändern.

Erstellt: 17.6.2008
Zuletzt aktualisiert: 31.3.2011 16:43 Uhr
Redakteur: Anders Grüning

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